Die Einkommen der Beschäftigten in Sachsen-Anhalt sind im Jahr 2025 gestiegen. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, lag der durchschnittliche Bruttojahresverdienst sozialversicherungspflichtig Beschäftigter bei 41 163 Euro. Das entspricht einem Anstieg von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Überdurchschnittliche Verdienste wurden insbesondere in der Energieversorgung mit 58 596 Euro erzielt. Auch in den Bereichen Information und Kommunikation (55 933 Euro), Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden (55 169 Euro) sowie in der öffentlichen Verwaltung einschließlich Sozialversicherung (52 479 Euro) lagen die Einkommen deutlich über dem Durchschnitt. Vergleichsweise niedrige Verdienste wurden dagegen im Gastgewerbe mit 17 846 Euro sowie in sonstigen Dienstleistungen (25 540 Euro) und in der Land-, Forstwirtschaft und Fischerei (29 837 Euro) registriert.
Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit lag 2025 bei 32,9 Stunden und damit leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Die längsten Arbeitszeiten wurden im Bereich der Wasserversorgung sowie Abfall- und Abwasserentsorgung mit durchschnittlich 38,1 Stunden pro Woche erfasst. Im Gastgewerbe fiel die Arbeitszeit mit durchschnittlich 22,5 Stunden am geringsten aus.
Bei Vollzeitbeschäftigten betrug die durchschnittliche Wochenarbeitszeit 39,2 Stunden. Frauen arbeiteten dabei mit durchschnittlich 38,7 Stunden etwas kürzer als Männer mit 39,5 Stunden pro Woche.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse stieg um 0,7 Prozent auf rund 813 000. Der größte Anteil entfiel mit 58 Prozent auf Vollzeitbeschäftigte, während 28 Prozent in Teilzeit arbeiteten. Geringfügige Beschäftigung machte knapp 10 Prozent aus.
Ein Blick auf die Verteilung der Einkommen zeigt Unterschiede: Der Medianverdienst lag mit 38 553 Euro unter dem Durchschnittswert. Das bedeutet, dass eine größere Zahl niedrigerer Einkommen den Durchschnitt nach unten zieht, während höhere Verdienste den Mittelwert anheben. Bei Vollzeitbeschäftigten lag der Median bei 45 543 Euro, der Durchschnitt bei 51 937 Euro.
Die oberen zehn Prozent der Vollzeitbeschäftigten erzielten Jahreseinkommen von mindestens 77 625 Euro, während die unteren zehn Prozent höchstens 30 689 Euro verdienten. Nur ein geringer Anteil von etwas mehr als zwei Prozent lag unterhalb eines rechnerischen Jahresmindestlohns von etwa 26 100 Euro.
Deutliche Unterschiede zeigen sich auch nach Berufsgruppen. Besonders hohe Einkommen wurden in Ingenieurberufen mit durchschnittlich 74 381 Euro erzielt. Auch in Gesundheits- und Pflegeberufen sowie in MINT-Berufen lagen die Verdienste über dem Durchschnitt.
Insgesamt zeigt sich für 2025 ein moderater Anstieg der Einkommen bei gleichzeitig bestehenden Unterschieden zwischen Branchen und Berufsgruppen.