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Drohnenvorfall legt Frachtverkehr am Flughafen Leipzig/Halle zeitweise lahm

Der Flugbetrieb am Flughafen Leipzig/Halle ist in der Nacht zum Mittwoch durch einen Polizeieinsatz erheblich beeinträchtigt worden. Auslöser war eine Drohne, die nach Angaben eines NATO-Sprechers in der Nähe einer ukrainischen Frachtmaschine gesichtet wurde. Die Polizei stellte das Fluggerät sicher.

Nach Informationen aus Sicherheitskreisen sollen an der Drohne Sprengstoff und ein Zünder befestigt gewesen sein. Eine offizielle Bestätigung dieser Angaben durch die Ermittlungsbehörden lag zunächst nicht vor.

Wegen des Einsatzes wurde der Flughafen zeitweise gesperrt. Bundespolizei und sächsische Landespolizei waren mit einem größeren Aufgebot vor Ort. Nach rund zwei Stunden konnte der Betrieb auf der Nordbahn wieder aufgenommen werden, während die Südbahn zunächst gesperrt blieb.

Von den Einschränkungen war auch der Frachtverkehr betroffen. Eine DHL-Frachtmaschine konnte in Leipzig/Halle nicht landen und musste durchstarten. Nach Angaben der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung kollidierte das Flugzeug dabei in der Luft mit einem bislang unbekannten Gegenstand. Die Maschine landete anschließend sicher in Hannover. Da kein Unfall im Sinne der Zuständigkeit der Behörde vorliegt, wird der Vorfall von der Bundesstelle nicht untersucht.

Auch der Passagierverkehr war betroffen: Ein Flug aus Palma de Mallorca wurde zunächst nach Nürnberg umgeleitet und erreichte Leipzig erst später in der Nacht. Am DHL-Drehkreuz kam es bis in die Morgenstunden zu Verzögerungen im Frachtverkehr. DHL bestätigte lediglich einen Vorfall im Umfeld des Flughafens und verwies auf die laufenden Ermittlungen der Behörden.

14 comments on “Drohnenvorfall legt Frachtverkehr am Flughafen Leipzig/Halle zeitweise lahm”

  1. So wie es aussieht, zwei Drohnen und Sprengstoff. Wir sind heute Nacht einer Katastrophe entgangen. Die Drohne welche die DHL Maschine wohl sehr unschön frontal getroffen hatte, war je nach Abflugrichtung halbwegs mittig zwischen Halle oder Leipzig. Das hätte einigen so richtig den Tag versauen können.

  2. Bin gespannt was der Vergleich des Sprengstoffes ergibt:
    https://www.zeit.de/2026/34/stefan-thumann-donaustahl-russischer-geheimdienst-attentat/komplettansicht

    „Vor wenigen Wochen, am 11. Juni, stoppen serbische Beamte an der Grenze zu Ungarn einen Lastwagen. Im Wagen finden sie aufwendig präparierte Verstecke, in denen Sprengstoff geschmuggelt wird. Auf den Handys der Fahrer sollen die Beamten nach Informationen der ZEIT Kontakte zu einem russischen Geheimdienst gefunden haben. „

  3. Wenn die Russen unbedingt wollen, dass Europa in den Krieg eintritt – OK. Das wäre der Grund. Ein ziviles Flugzeug über dicht besiedeltem Raum in Europa abstürzen lassen zu wollen.. das ist ein militärischer Angriff. Kein Unterschied zum 11.September.

  4. Das ist der zweite Vorfall nach Brandvorfall auf das DHL-Logistikzentrum Leipzig vom August 2024. Wir haben unheimlich Glück gehabt. Der Busfahrer, der die Drohne eingefangen hat, verdient einen Orden.
    Vielleicht sollte das Ding ja vorher entdeckt werden, so im Vorfeld der Wahl um Unruhe zu stiften.

  5. Ich befürchte das war einfach unsagbares Glück. Keiner wird damit gerechnet haben, dass da einer so stumpf ist und die Drohne einfach runter holt. Laut Bericht war der Zünder defekt. Gut möglich, dass der genau dabei kaputt gegangen ist. Bei dem Gerät was so in der Ukraine unterwegs ist, hätte die Person nicht so viel Glück gehabt. Beim laut Medien verwendeten Sprengstoff passiert zum Glück ohne Zünder nichts.

    Durch den Fund musste wohl stand jetzt die DHL Maschine durchstarten. Mein Problem damit ist, die mutmaßlich zweite Drohne könnte auch genau da gewesen sein wo sie sein sollte. Dann hätte man wohl tatsächlich auf den richtigen Moment gewartet. Denn da wären nämlich plötzlich beide Landebahnen aus dem Rennen gewesen und die Feuerwehr kann sich nicht zerteilen.

    Aber ich bin gespannt. Man hat ja glücklicherweise Drohne und vermutlich Sprengstoffproben da.

  6. Eine andere Version sagt, dass dies die Drohne war, die vorher mit der DHL Maschine kollidierte.

  7. Unwahrscheinlich. So eine Drohne legt keine 5+ km zurück, nachdem da ein Flugzeug reingekachelt ist. Zumal der Vorfall wohl explizit nach dem an der südlichen Startbahn war. Diese kleinen FPV Drohnen halten auch nicht viel aus.

    Im best case gab es nur eine Drohne mit Sprengstoff. Dann hätte die DHL Maschine irgendwas anderes getroffen, von Tier bis irgendeine Drohne (also ggf. auch eine vom Flughafen/den Behörden). In Anbetracht, dass man die Teile noch sucht, bei 800g Semtex sicher eine gute Idee, vermute ich eher nichts was zu den Behörden gehört.

    Aber wir wissen genau wo die erste Drohne war (Südwest, bei den Antonovs) und der Flieger ist von Westen gekommen und nach Osten auf der nördlichen Bahn durchgestartet und traf danach die mutmaßliche Drohne.

    Ich bin gespannt, Herr Dobrindt sprach von ganz tollen Spezialdrohnen, welche wohl die Drohnenabwehr am Flughafen wirkungslos gemacht haben soll. Klingt natürlich beeindruckend aber sowohl die Russen als auch die Ukrainer spielen da in einer anderen Liga. Wie ich den Laden kenne, besteht die Drohnenabwehr in Leipzig bestenfalls aus elektronischen Abwehrmaßnahmen, welche halt die 0815 Hobbydrohne tangieren. Da kann sich jeder(!) vom Chinesen die vermeintliche Wundertechnik direkt mit dem nächsten DHL Flieger nach Leipzig liefern lassen. Aber für die deutschen Behörden wird das schon Neuland sein.

    Das erwas größere Problem ist halt der Sprengstoff. Diese Drohnen baut halt wirklich zur Not die Oma in der Küche. Was man auf dem Bild sehen konnte, sieht auch nur nach einem 0815 Bausatz aus. Die „Wundertechnik“ wird der Receiver/Transceiver sein. Die sind mittlerweile digital, unterstützten diverse Frequenzen und nutzen auch frequence hopping. Mit dem 10 Watt Modell von der Stange könnte man vermutlich bequem in Halle vom Sofa aus die Antonovs besuchen.

    Das ist auch das zentrale Problem. Selbst die vermeintlich hoch komplexe Wundertechnik sind vielleicht 300€ – 500€ für jeden der es will. Zum Glück waren die Täter geizig und unfähig.

  8. Laut DPA hat der Flughafenmitarbeiter der Sprengstoffdrohne einen Fußtritt verpasst. Glück gehabt.

  9. Der Mitarbeiter hatte echt Glück. Laut Berichten spricht mittlerweile einiges dafür, dass der erste Versuch wohl schief ging. Teile (von) der Drohne waren wohl auf der Maschine und die Drohne flog wohl schon gut 4h vorher dort hin. Da für gewöhnlich der Sprengstoff (oder generell „Nutzlast“) unten sitzt ist es gut möglich, dass der Zünder frühzeitig beschädigt wurde aber die Drohne noch flugfähig war. Die Steuerung erfolgte wohl laut aktuellster Erkenntnisse über „Telefon“ (also in dem Fall 5G). Das macht dank der Verzögerung die Steuerung entsprechend schwerer. Übrigens auch eine Kriegserprobte Variante der Russen und Ukrainer. Ich weiß wer von beiden sehr ungern seine lebenswichtigen Assets verlieren wollen würde.

  10. Die Russen Propaganda der üblichen Verdächtigen ist tatsächlich erstaunlich langweilig. Da beschwert man sich, dass es keine scharfen Bilder der Drohne gibt, erklärt gleichzeitig man „sieht ja deutlich“ es wäre eine Spielzeugdrohne und sie sieht exakt wie ukrainische Militärdrohne aus. Dieses Mal echt 3 langweilige takes. Als die Russen mit MH17 hunderte Menschen ermordet hatten, gab man sich noch etwas Mühe mit den Märchen.

  11. Es wird noch besser. Man konnte heute lesen, dass der Sprengstoff in einer Konservendose war, es waren laut Berichten grob 800g Semtex. Wenn wir mal schauen, diese ~800g Semtex wären so 520ml (+-), ziemlich üblich sind u.a. 580ml Dosen, schauen wir mal in einen alten Artikel:
    https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/dhl-brandanschlag-pakete-dronen-sprengstoff-100.html

    Die Täter die schon die DHL Maschine in Leipzig attackiert hatten, hatten mutmaßlich auch Drohnenteile und Sprengstoff nach Deutschland geschmuggelt:
    „Der gleiche Kurier wird offenbar verdächtigt, im Sommer 2024 auch kleine Dosen mit Sprengstoff von Litauen nach Polen transportiert und sie dort in einem Versteck deponiert zu haben. In Litauen sollen Ermittler dem Bericht zufolge in einem Versteck solchen Sprengstoff gefunden haben – abgefüllt in Maisdosen.“

    „Die Sprengkraft einer mit Sprengstoff gefüllten Dose würde jener von 1,4 Kilo TNT entsprechen“

    Semtex (je nach Variante) hat ein TNT Äquivalent von bis zu 1,6. Da wären wir bei ~875g (~565ml). Zufälle gibt es. Aber hey, vermutlich lag die Andromeda gerade an einem der Seen beim Flughafen…

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