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Dritte Corona-Welle: reißt Halle zu Ostern die 200er Marke?

Die 3. Corona-Welle in Halle, Übersicht

98 Neuinfektionen verzeichnet die Stadt Halle alleine nur heute. Damit steigt die 7-Tages-Inzidenz auf 189,36 : Und nähert sich damit deutlich der 200 er-Marke. Ab einer solchen Inzidenz hat Oberbürgermeister Wiegand bereits angekündigt, weitere Eindämmungsmaßnahmen durchzusetzen. Ob dies Ausgangssperren sein werden, hat er noch nicht verkündet.

Im Krankenhaus werden 84 Hallenser behandelt. Davon 18 auf der Intensivstation.

Die Altersaufteilung der 98 Neuinfektionen (51 Frauen, 47 Männer):

Unter 18 Jahre 25
19-29 Jahre 14
30-49 Jahre 27
50-69 Jahre 18
Über 70 Jahre 14

Der Anstieg der Corona-Zahlen in der Stadt hat sich zwar etwas verlangsamt. Aber die Zahlen steigen weiter ; und das auf einem ohnehin schon hohen Niveau.

Grundsätzlich lassen sich aktuell drei Schwerpunkte im Infektionsgeschehen ausmachen. Gestern bereits genannt: die Hotspots im Klinikum Bergmannstrost und im Seniorenheim „Villa Frosch“. Zudem gibt es in Gemeinschaftseinrichtungen ein hohes Infektionsgeschehen.

Sorge bereitet die heutige Meldung der fünf Kliniken. Waren die Zahlen der stationär behandelten Patienten zuletzt sehr konstant, so sind die Zahlen heute um 25 Prozent auf 125 gestiegen.

Überblick zur Situation in Sachsen-Anhalt:

Meldelandkreis Anzahl Fälle Änderung zur Vormeldung 25.03.2021 13:30 Uhr Anzahl der derzeit Infizierten verstorben 7-Tage Inzidenz
LK Altmarkkreis Salzwedel 1.658 14 84 63 52,90
LK Anhalt-Bitterfeld 4.908 28 237 134 79,50
LK Börde 4.308 17 313 117 98,29
LK Burgenlandkreis 9.337 124 860 478 284,04
LK Harz 5.780 88 537 226 141,58
LK Jerichower Land 2.585 38 289 124 204,27
LK Mansfeld-Südharz 4.465 37 289 162 138,58
LK Saalekreis 7.149 56 577 272 175,72
LK Salzlandkreis 6.584 37 351 271 97,82
LK Stendal 3.166 75 311 169 183,47
LK Wittenberg 5.188 37 331 231 154,46
SK Dessau-Roßlau 2.396 20 163 97 124,84
SK Halle 8.507 98 793 274 183,45 (Meldung vom Vortag)
SK Magdeburg 4.794 65 487 92 125,44
Sachsen-Anhalt 70.825 734 5.622 2.710 148,49

Derzeit sind 96 Intensiv- und Beatmungsbetten mit einem COVID-19-Patienten belegt. 37 dieser Patienten werden beatmet.

Es sind 3 Sterbefälle (LK Jerichower Land (1), LK Stendal (1), SK Dessau-Roßlau (1)) dazugekommen.

Die Zahl der bisher durchgeführten Erstimpfungen liegt bei 222.005. Die Quote für die Erstimpfungen liegt landesweit bei 10,12 Prozent und für Zweitimpfungen bei 3,96 Prozent.

13 comments on “Dritte Corona-Welle: reißt Halle zu Ostern die 200er Marke?”

  1. Der OB hat keine Chance, so wie unsere Verantwortliche pennt: „Zu den als verfassungswidrig eingestuften Regelungen gehörten demnach Beschränkungen privater Feiern, das Beherbergungsverbot, das Busreiseverbot und die flächendeckende Schließung von Gaststätten.“

  2. Also die 200er Marke haben wir vorfristig knapp 1 Woche vor Ostern geknackt, und immer noch will der MP nichts von Verschärfungen hören. Gut hätte auch keinen Sinn weil eh keiner mehr mitmacht, wie sagt man so schön die Rechnung wird auf den Friedhöfen bezahlt.

  3. Da geb ich Dir recht, man kann nur noch zynisch werden. Jetzt reden die Lockerquatscher, man müsse die Maßnahmen nicht an den Inzidenzen, sonder an den Kapazitäten der Krankenhäuser orientieren. Bald kommen sie darauf, man müsse sich an den Kapazitäten der Krematorien orientieren .

  4. Und wenn die Krematorien überlastet sind, kann man immer noch Massengräber ausheben.

    Ich frag mich echt, womit wir diese Unzahl an Seuchenfreunden in den Regierungen und in ihren Lobbykampagnen verdient haben.

  5. Es sollten schon mehrere Faktoren als die pure Inzidenz verwendet werden. Die „Modellprojekte“ sind allerdings völlig ungeeignet! Alle Werte hängen eng zusammen. Die Intensivmediziner wissen was sie sagen. Politikern kann man wenig glauben, aber wenn Intensivärzte sich in die Medien stellen und warnen, sollte man es sehr ernst nehmen. Der Totallockdown über Ostern war schon eine gute Idee, auch wenn es auf die Art nicht geht.
    Zudem wäre die Ausdehnung einer starken Einschränkung vor Ostern und/oder nach Ostern zu den Ferienzeiten der Bundesländern noch 5 oder 6 Tage mehr gewesen.
    Die Urteile aus dem Herbst sind korrekt. Es wird Zeit die Parlamente rechtzeitig einzubinden.

  6. Und erklärt bspw. mal den Kindern, warum sie sich jeden Tag in der Schule anstecken dürfen, aber unbedingt nicht danach im Freien treffen dürfen.

    Und erklärt den Leuten, wieso Kinos und Theater geschlossen werden, wieso nächtliche Ausgangssperren diskutiert werden und dergleichen.
    Oder wieso Fernbus und Fernbahn mit voller Belegung fahren dürfen.

    https://depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/12578

  7. @geraldo,das sind die Themen, welche für die Menschen nicht zu verstehen sind. Weshalb dürfen Massen in Baumärkte aber Einzelne nicht in Kleingeschäfte? Je mehr öffentlich eingeschränkt wird, desto mehr passiert im „Verborgenen“. Ausgangssperren wären übrigens ein sehr massiver Eingriff und müsste sehr sehr gut begründet werden oder vom Parlament abgesegnet. Als Verordnung faktisch rechtlich unmöglich. Bei Kriegsziständen oder massiver Gefährdung der inneren Ordnung und Sicherheit. Ein alleiniger Spaziergang in den Abendstunden gefährdet niemanden.
    In den großen Runden der Regierungen und den MP wird und kann nicht über Details gesprochen werden, aber genau die sind oft wichtig. Deshalb sind diese Treffen nicht geeignet das Leben der Menschen zu regeln. Aber genau das machen diese Politiker, ohne die Sinnhaftigkeit zu hinterfragen, welche sich dann im Detail ergeben.
    Klassisches Beispiel, Treffen nur mit einer Person. Es gibt mehr als genug Fälle, wo dies nicht möglich ist, weil eine 2. Person notwendig ist. Sei es wegen Hilfe oder im familiären Umfeld.
    Man sollte den Menschen viel Freizeitaktivitäten in Form von Sport an der frischen Luft erlauben, inklusive Freisitze. Dies ist von staatlicher Seite besser zu kontrollieren als heimliche Familienfeiern in den 4 Wänden.
    Allein das Wissen, dass Kontrollen im öffentlichen Raum stattfinden, macht die Menschen vorsichtig.

  8. Übrigens sollten Coronaleugner als Strafe einen Tag auf einer Coronastation als Helfer arbeiten müssen.

  9. Da man nicht genau weiß, wie und wo die Leute sich anstecken, hat es wenig Sinn, über jede einzelne Maßnahme zu diskutieren. Dazu fehlt die Zeit.

    Vollkommen irrsinnig ist in dem Zusammenhang die tägliche Behauptung Wiegands in seiner „Corona-Show“: „alle Kontakte konnten nachverfolgt werden“. Das ist schlicht Unfug. Ein großer Teil der Infizierten weiß nicht, wo sie sich angesteckt haben.

  10. @heiwu
    Die Hauptweiterverbreitungsquellen sind bekannt. Es sind dies in erster Linie die Schulen (vermutlich auch Horte und Kindergärten) sowie Großraumbüros. (Kurz: überall da, wo viele Leute in geschlossenen Räumen eng zusammenarbeiten müssen.) Hinzu kommt der ÖPNV. Es ist aber politisch nicht gewollt, diese Übertragungswege einzudämmen. Da hat die Wirtschaft etwas dagegen. Die Wiegandshow und die Wiegandmaßnahmen haben mit der Pandemiebekämpfung nichts zu tun. Das ist nicht mehr als kalter Marktfrauenfisch, gepaart mit eitler Selbstdarstellung.

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