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Drei Millionen Euro für energieeffizienteren Stickstoffdünger in Piesteritz

Die SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH investiert rund drei Millionen Euro in den Umbau ihrer Ammoniakanlage in der Lutherstadt Wittenberg. Das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt hat das Vorhaben jetzt genehmigt. Ziel ist es, die Herstellung von Stickstoffdünger energieeffizienter und klimafreundlicher zu machen.

Im Mittelpunkt steht eine technische Änderung in der sogenannten Ammoniakanlage 1. Dort wird bislang eine wichtige Pumpe mit einer Dampfturbine betrieben. Künftig soll stattdessen ein Elektromotor zum Einsatz kommen. Nach Angaben des Unternehmens kann dadurch auf einen Teil des bisher benötigten Antriebsdampfes verzichtet werden, der bislang mit Erdgas erzeugt wird. Die Anlage soll künftig stärker mit elektrischem Strom arbeiten, perspektivisch auch mit Strom aus erneuerbaren Energien.

Ammoniak ist ein zentraler Grundstoff für die Herstellung von Stickstoffdüngern, wie sie in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Die Produktion gilt allerdings als besonders energieintensiv, weil große Mengen Erdgas benötigt werden. Durch die Elektrifizierung einzelner Anlagenbestandteile will SKW Piesteritz den Energieverbrauch senken und den Standort schrittweise klimafreundlicher aufstellen.

Nach Angaben des Landesverwaltungsamtes verändert der Umbau weder die Produktionsmenge noch die Emissionen oder Lagermengen der Anlage. Deshalb seien keine zusätzlichen Belastungen für Umwelt oder Anwohner zu erwarten.

SKW-Geschäftsführer Petr Franzke sprach von einem wichtigen Schritt für die Zukunftsfähigkeit der chemischen Industrie. Investitionen in Technologie, Sicherheit und Umweltschutz seien notwendig, um die Produktion langfristig wettbewerbsfähig zu halten.

Die Maßnahme ist Teil einer größeren Transformationsstrategie des Unternehmens. Der traditionsreiche Industriestandort Piesteritz zählt zu den wichtigsten Produzenten von Stickstoffdüngern in Deutschland.

One comment on “Drei Millionen Euro für energieeffizienteren Stickstoffdünger in Piesteritz”

  1. Da fragt man sich doch schon, warum die armen Stickstoffwerke es nicht schaffen, mit eigenem Geld eine hochineffiziente Dampfturbine durch einen Elektromotor zu ersetzen.

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