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Dow schließt Chemieanlagen in Schkopau – 550 Arbeitsplätze in Gefahr

Ein schwerer Schlag für die Chemieregion südlich von Halle: Der US-Chemiekonzern Dow hat angekündigt, bis Ende 2027 einen Teil seiner Produktion in Schkopau (Saalekreis) zu schließen. Von den Maßnahmen betroffen sind die Chlor-Alkali- und Vinyl-Anlagen am Standort – energieintensive Grundpfeiler der chemischen Wertschöpfungskette. Insgesamt stehen rund 550 Arbeitsplätze in Schkopau und im sächsischen Böhlen auf dem Spiel.

Als Gründe nennt der Konzern strukturelle Probleme auf dem europäischen Markt, insbesondere hohe Energie- und Betriebskosten sowie eine sinkende Nachfrage in zentralen Industriebranchen. „Es geht darum, Kapazitäten anzupassen, Risiken im Handel zu minimieren und wettbewerbsfähig zu bleiben“, teilte Dow am Montag mit.

Die Nachricht trifft die Region hart, zumal Dow zu den wichtigsten Arbeitgebern im Saalekreis zählt. Die traditionsreiche Chemieregion um Schkopau und Leuna sieht sich zunehmend unter Druck. Zwar bleiben andere Produktionszweige in Schkopau, Leuna und Böhlen – etwa für Kunststoffe oder Baumaterialien – vorerst erhalten. Dennoch ist die Ankündigung ein deutliches Warnsignal.

Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt hat sich bislang noch nicht offiziell zu den geplanten Werksschließungen geäußert. Gewerkschaften und Betriebsräte fordern nun einen „Rettungsdialog“ mit Land, Bund und Konzernspitze.

8 comments on “Dow schließt Chemieanlagen in Schkopau – 550 Arbeitsplätze in Gefahr”

  1. Mal sehen wie lange der schlechteste Wirtschaftsminister aller Zeiten nachwirkt. Die AfD wird sich freuen über diese Geschenke. Zumal dort sicher wieder mehr Jobs dran hängen werden.

  2. Du bist wirklich lustig, wie viele unserer Zeitgenossen. Wenn es in der Wirtschaft schlecht läuft, ist der Wirtschaftsminister schuld, und zwar ganz alleine der. Er bekommt dann den Titel „ schlechtester Wirtschaftsninister aller Zeiten“. Falls es sich noch nicht herumgesprochen hat: seit 1989 gibt es kaum noch Staatsbetriebe. Lobgepriesen sei die Privatwirtschaft, aber wenn es eng wird schreien sie alle nach dem Staat, und nach Finanzhilfen aus unseren Steuergroschen. Wenn es gut geht, will man nichts an die Gesellschaft abgeben.

    Privatisierung der Gewinne, Kollektivierung der Verluste.

  3. Dow Chemical ist ein US-Konzern. Die Schließung von Werken aufgrund zu geringer Profite ist ganz normal. Bis auf die Linke haben alle Parteien die gleiche Denkart und würden es jederzeit genauso beschliessen wenn nicht genug Geld dabei rausspringt. Gerade die AfD würde dies tun.
    Es wird bessere Luft geben ab 2027, es wird weniger umweltschädlicher Müll entstehen. 550 Arbeitsplätze sind andernorts zu schaffen bis 2027. Dies zu tun wäre die Arbeit des Wirtschaftsministers.

  4. Merz/Klingbeil beschließen einen Investitions-Booster, die Amis schließen ein Werk. Wer hat Wirtschaftlichkeitsrechnung nicht verstanden?

  5. Ob ein Chemiewerk mit einer speziellen Produktionsweise und einem speziellen Produkt am Standort X lohnt, kann ein Wirtschaftsminister weniger beeinflussen, als so mancher BWLer glaubt.

  6. Ach Mensch hei-wu, ich nehme es Dir nicht übel, Du lässt auf deinen Heiland Habeck nichts kommen. Geht anderen mit Weidel, Putin und was weiß ich nicht anders. Nur wenn ein Ministerium für Wirtschaft und Energie zuständig ist und mit extrem schlechten Entscheidungen, ob Inkompetenz oder Absicht sei dahin gestellt, dieses Land nachhaltig deindustrialisiert und ein entsprechender Konzern aufgrund der hohen Energiepreise hier den Standort schließt, dann muss außer Dir keiner lange überlegen wer wohl der hauptverantwortliche ist. Und nein Putin war es nicht, die Gaspreise lagen 2022 schon wieder auf dem Vorkriegsniveau. Nur um uns diese peinliche Ausrede zu ersparen.

  7. „die Gaspreise lagen 2022 schon wieder auf dem Vorkriegsniveau.“

    Dann können es auch nicht die hohen Energiepreise gewesen sein, oder wie jetzt?

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