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DOW-Rückzug alarmiert Wirtschaft: IHK warnt vor Dominoeffekt in der mitteldeutschen Chemie

Die Ankündigung des US-Chemiekonzerns DOW, zentrale Produktionsanlagen im mitteldeutschen Stoffverbund stillzulegen, hat in der Region Besorgnis ausgelöst. Besonders deutlich fällt die Reaktion der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK) aus: Präsident Sascha Gläßer spricht von einer „Hiobsbotschaft“ für den Standort und warnt vor gravierenden Folgen für Beschäftigte und Zulieferstrukturen.

„Die Entscheidung ist nicht völlig überraschend, aber sie trifft uns hart“, so Gläßer. „Die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands als Industriestandort nimmt rapide ab – besonders die chemische Industrie leidet unter steigenden Energiepreisen, überhöhten Standortkosten und zähen Genehmigungsverfahren.“ Der Rückzug eines Kernakteurs wie DOW sei ein Alarmsignal für die gesamte Branche.

Die IHK fordert deshalb entschlossenes Handeln seitens der Politik. Gläßer appelliert: „Jetzt gilt es, gegenzusteuern. Es muss gelingen, die verbleibende Zeit bis zur Stilllegung zu nutzen, um die stofflichen Ketten zu sichern und den Verbund funktionsfähig zu halten.“ Ein unkontrolliertes Kippen ganzer Wertschöpfungsketten könne verheerende wirtschaftliche Folgen haben – weit über die Region hinaus.

Konkret verlangt die Kammer spürbare Entlastungen, vor allem bei den Energiepreisen, um die industrielle Basis in Mitteldeutschland zu stabilisieren. „Ein Dominoeffekt darf nicht eintreten. Die Politik steht in der Pflicht“, so Gläßer.


2 comments on “DOW-Rückzug alarmiert Wirtschaft: IHK warnt vor Dominoeffekt in der mitteldeutschen Chemie”

  1. Ist es nicht schön, wenn Geld verdient wird will kein Konzern Steuern zahlen. und verteilt sein Geld an die Aktionäre, wenn es mal nicht so gut geht schreit die Wirtschaft sie nach dem Staat, nach Entlastungen und beschwört den grossen Niedergang. Nochmal: DOW Chemical ist en US Konzern der seine Entscheidungen rein profitorientiert trifft. Die Luft wird besser werden und es geht darum unabhängiger zu werden von Konzernen wie DOW.

  2. Eine Aktiengesellschaft schüttet Gewinn an die Aktionäre aus. Die Gewinne müssen versteuert werden (Körperschaftssteuer + Gewerbesteuer).
    In den Regionen sind es industrielle Leuchttürme, die KMU um sich scharen und zum Wohlstand der Region beitragen. Wie S-A das ohne schaffen will, erschließt sich mir nicht.

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