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DIW-Studie: Sachsen-Anhalt könnte von AfD-Politik wirtschaftlich besonders stark betroffen sein

Regionen mit einem hohen Anteil an AfD-Wählerinnen und -Wählern könnten wirtschaftlich besonders stark unter einer Umsetzung der wirtschaftspolitischen Forderungen der Partei leiden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Szenarioanalyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), über die zunächst der „Tagesspiegel“ und der „Spiegel“ berichteten.

Nach den Berechnungen des DIW-Präsidenten Marcel Fratzscher würden die Folgen einer Politik nach dem AfD-Wahlprogramm insbesondere strukturschwächere Regionen treffen. Für Sachsen-Anhalt errechnet die Studie im Szenario eines vollständigen Kurswechsels unter anderem Einkommensverluste von durchschnittlich rund 1.600 Euro pro Einwohner und Jahr sowie den möglichen Verlust von etwa 10.000 Arbeitsplätzen.

Die Berechnungen stellen ausdrücklich keine Vorhersage dar, sondern ein wirtschaftliches Szenario auf Grundlage verschiedener wissenschaftlicher Untersuchungen. Betrachtet wurden unter anderem Forderungen der AfD nach einem Austritt aus der Europäischen Union und dem Euro, Einschränkungen der Zuwanderung sowie Veränderungen bei staatlichen Investitionen und Leistungen.

Bundesweit würde ein solcher Kurs laut DIW-Berechnung über einen Zeitraum von fünf Jahren zu einem deutlich geringeren Wirtschaftswachstum, höherer Inflation und steigender Arbeitslosigkeit führen. Als besonders gefährdet gelten Regionen mit einer kleinteiligen Wirtschaftsstruktur und einem hohen Anteil an Beschäftigten mit niedriger Qualifikation.

Für Sachsen-Anhalt sieht die Studie besonders starke Auswirkungen in Landkreisen mit hohen AfD-Wähleranteilen. Genannt werden unter anderem der Burgenlandkreis, Mansfeld-Südharz und der Salzlandkreis. Dort könnten die Einkommensverluste demnach bis zu acht Prozent betragen.

Fratzscher warnt vor einer möglichen wirtschaftlichen Abwärtsspirale: Regionen mit hoher Unzufriedenheit könnten zwar besonders empfänglich für populistische Angebote sein, eine entsprechende Politik könne die bestehenden Probleme jedoch weiter verschärfen.

Auch Vertreter der Wirtschaft haben sich zuletzt kritisch zu den wirtschaftspolitischen Vorstellungen der AfD geäußert. Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, die Partei biete aus seiner Sicht keine tragfähigen Lösungen für die wirtschaftlichen Herausforderungen Deutschlands. Lösungswege sehe er vielmehr bei den Parteien der politischen Mitte.

Quelle: Tagesspiegel (22.07.2026); Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin); Angaben nach Berichten von Spiegel und Deutscher Presse-Agentur (dpa).

6 comments on “DIW-Studie: Sachsen-Anhalt könnte von AfD-Politik wirtschaftlich besonders stark betroffen sein”

  1. Marcel Fratzscher, ist das nicht der Experte, der den Kommunen noch vor 3 Jahren empfohlen hat, viele viele Schulden zu machen. Halle hat ihm ehrfürchtig gelauscht, und steht am Rand der Pleite. Die Stadt hat sich von der Sozi-Propaganda des DIW fehl leiten lassen.

  2. Hinter der Trommez trotten die Kälber, das Fell für die Trommel liefern sie selber. Selten passte das so gut wie jetzt.

    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Wähler. Und dass mir dann kein Gejammer kommt..

  3. Studie des McKinsey Global Institute: „Deutschlands Wirtschaft baut kaum noch zusätzliche Produktionskapazität auf; Nettoinvestitionen liegen bei nur noch 0,2% des BIP.“ Letzter unter 34 Industrienationen.
    Schlimmer kommts nimmer.

  4. Der Unterschied zwischen Prognose und Retrospektive: Die Sozis haben bewiesen, dass sie es nicht können. Die Sozis glauben, dass es die AfD nicht können wird.
    Der „Glaube“ als Imperativ ist das Veto gegen die Wissenschaft – in praxi die Lüge um jeden Preis…
    Friedrich Nietzsche (1844 – 1900)

  5. Um mal die Überschrift aufzugreifen, zur Zeit ist Sachsen-Anhalt wirtschaftlich besonders stark von einer CDU/SPD/FDP-Politik betroffen. Und nun, Genosse Fratzscher?

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