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Die ökologische und soziale Frage

LuWu Demo

Zum Nachlesen werden hier ausgewählte Demo-Reden veröffentlicht. Die folgende Rede wurde von Friedrich am 25.9. zur LuWu- Protestfest Kundgebung gehalten. Reden auf Demonstrationen sind natürlich keine rein wissenschaftlichen Beiträge und müssen dem Anlass entsprechend stellenweise verkürzen und zuspitzen.

Die ökologische und soziale Frage

Liebe Schülerinnen und Schüler, Liebe Studentinnen und Studenten, Liebe scientists for future, Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

Ich bin Friedrich, FSJ-ler beim Friedenskreis und würde gerne ein paar Sätze zur aktuellen Politik loswerden…

Zu allererst aber möchte ich mich dafür bedanken, dass wir uns heute hier in Halle, in ganz Deutschland – ja – überall auf der ganzen Welt versammelt haben, um auf demokratischem Wege für unsere Zukunft zu demonstrieren.

Denn es geht nicht nur um die Zukunft unserer Generation,

wir kämpfen hier für die Zukunft der Menschheit, für die Zukunft unseres Planeten!

Auf der ganzen Welt und aus allen Generationen tun sich die Menschen zusammen.

Wir stellen uns gegen die Verantwortungsverweigerung der aktuellen Politik und gegen diejenigen, die meinen es gäbe keine Krise und es könne ein weiter so geben.

Auf der ganzen Welt und aus allen Generationen werden die Menschen aktiv: Sie demonstrieren, wechseln ihre Transportmittel, ändern ihre Ernährung, betreiben Aufklärung und engagieren sich mit Herzblut, um die Dringlichkeit unserer Forderungen klar zu machen: FridaysForFuture demonstriert hier nicht nur für unsere Zukunft, wir demonstrieren für unser aller Zukunft!

Daher soll dies ein Weckruf an die Politik sein –

Nehmt nicht nur die Pandemie als Krise ernst!

Erkennt endlich auch den Klimawandel mit all seinen Folgen als die größte Krise unserer Geschichte an und handelt dementsprechend sofort!

Legen wir in den nächsten 10 Jahren keine Vollbremsung hin – Rasen wir immer weiter, immer schneller auf den Abgrund zu!

Jeder Mensch weiß, wenn ich ein Fahrrad besitze und ich dieses nicht kontinuierlich Pflege, warte und repariere, weil ich mein Geld lieber spare, wird es irgendwann in einem Zustand sein, der sich nicht mehr reparieren lässt. Die entstehenden Folgekosten für ein neues Rad stehen Sinnbildlich für das, was auf uns zukommt, wenn wir jetzt nicht handeln! Der große Unterschied ist nur:

Es gibt keinen Plan B! Wir haben nur diese eine Erde!

Kein Staat wird gegen diese Katastrophe gewappnet sein!

Kein Staat wird in der Lage sein für all die Schäden und Kosten aufzukommen!

Kein Staat wird seine Sozialsysteme aufrecht erhalten können!

Für viele Menschen kommt unsere Kritik sehr plötzlich und unsere Forderungen erscheinen vorschnell. Doch die Gewissheit existiert schon lange. 1972 attestierte der Club of Rome in seinem Bericht zur Lage der Menschheit, dass wir unsere Erde nicht weiter in diesem Tempo ausbeuten können, wenn wir eine Zukunft auf ihr haben wollen.

Wieso ist dann bisher so wenig geschehen?

Die Antwort ist relativ simpel

Jahrelanges Fehlwirtschaften und neoliberale Marktvorstellung führten

zu sozialer Ungerechtigkeit und massiven Schäden an der Natur.

FolgeKosten, für die wir nun aufkommen müssen.

FolgeKosten die in keiner einzigen Bilanz der Wirtschaft auftauchen und für die sich niemand verantworten will.

Aber irgendjemand wird diese Kosten tragen müssen.

Unsere Generation und unsere folgenden Generationen.

Das lassen wir uns nicht länger Gefallen liebe Freundinnen und Freunde!

Das neue Lieferkettengesetz ist Sinnbild erneuter Verantwortungslosigkeit und Symbolpolitik der deutschen Regierung.

Unternehmen weigern sich Verantwortung für die Herstellung ihrer Produkte zu übernehmen und möchten sich von sämtlichen Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen abkoppeln.

Und unsere Regierung schaut zu.

Sie ist wieder einmal dabei nur brav Pfötchen zu geben und seinem Herrchen hinterher zu hecheln.

Unsere Forderungen und die Empfehlungen der Wissenschaft werden dabei aufs ganze ignoriert.

Deutschland vermasselt die Chance als Vorbild voranzugehen.

Wieder einmal verpasst es die Bundesregierung ernsthaft Initiative zu ergreifen und überlässt der Wirtschaft das Regieren.

So entstehen auf der einen Seite soziale Spannungen Chancenungleichheit und Ungerechtigkeit…

Während auf der anderen Seite der globalisierte Markt ohne jegliche Einschränkung horrende Gewinne und unvorstellbare Vermögen in den Händen weniger Leute generiert.

Liebe Freundinnen und Freunde

Die Klimakrise ist eine weitere Folge dieses Fehlwirtschaftens.

Es ist eine Illusion zu glauben, dass es hierbei nur um das Klima geht oder dass das vom globalen Markt geregelt werden könnte.

Die ökologische und soziale Frage müssen zusammen gedacht werden!

Die Klimakrise ist auch eine soziale Krise und kann nur überwunden werden, wenn wir sie auch als solche behandeln.

Lasst uns die ökologische Frage mit der sozialen Frage verbinden und es auch als solche verbreiten!

Teilt es mit euren Freunden und Familien. Diskutiert es mit euren Mitmenschen und habt auch stets ein offenes Ohr für ihre Fragen und Ängste.

Liebe Freundinnen und Freunde

Gemeinsam können wir die Leute von unserer Idee überzeugen!

Gemeinsam können wir Zukunft gestalten!

Gemeinsam bringen wir den Wandel, den unsere Zeit jetzt fordert!

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.

11 comments on “Die ökologische und soziale Frage”

  1. Nee, das hat mich so nicht überzeugt. Nur eines konnte ich daraus entnehmen: ein neues Auto zu kaufen, weil das alte verschlissen ist… und weil ich die Pandemie ernst nehme und möglichst nicht ÖPNV benutze…

  2. Schulze: um dich zu überzeugen, müsste man ne Menge Grundlagen legen. Dafür hat nichtmal Friedrich mehr die Zeit.

    Fang zB damit an, wilde implizite Behauptungen explizit zu formulieren. Das wäre in dem Fall: Der ÖPNV von Halle hat (angeblich laut dir) ein relevantes Corona-Ansteckungs-Risiko. Damit wäre ausgerechnet der ÖPNV in Halle eine Ausnahme – nicht mal in den viel stärker betroffenen Städten hat der ÖPNV irgend ein höheres Ansteckungsrisiko.

    Also: Fakten lesen und verstehen lernen, erst dann weiter rumpöbeln.

    Oder halt mit jedem Beitrag weiter blamieren.

  3. Jetzt verstehe ich auch warum ihr so eine Coronaparty veranstaltet, wer natürlich Corona leugnet/verharmlost, der sieht auch kein Problem während der Pandemie eine Party auf der LuWu zu veranstalten.

    Hätte der ÖPNV kein relevantes Ansteckungsrisiko, gäbe es da keine Maßnahmen, welche jetzt auch wieder verstärkt werden. Aber gut, Klimahysteriker sind eh resistent gegenüber Fakten.

  4. Die Grüne haben es tatsächlich geschafft, das Thema Umweltschutz mit Boden, Wasser, Luft, Klima, Flora und Fauna innerhalb weniger Jahre auf ein Thema „Klima“ zu reduzieren. Die umfassende Betrachtung unseres Systems Erde mag für die Jugend zu kompliziert sein, dass diese Vereinfachungen von der Politik auch noch hofiert werden, ist schwer zu verstehen.
    Die 17 Sustainable Development Goals, die auch von den Vereinten Nationen 2015 verabschiedet wurden, haben es nie in die Köpfe deutscher Politiker geschafft. Wer die Komplexität von 17 Zielen nicht beherrscht, sollte über seine persönliche Eignung für den Beruf nachdenken.

  5. B2B: Fridays for Future hatte von Anfang an den Kampf gegen Klimakrise und das beginnende Massenaussterben zum Thema. Dass du selbst bestimmte Bereiche nicht verstehen kannst, nicht verstehen willst oder absichtlich leugnest, dafür kann FFF wirklich nichts.

    Du kannst den Jugendlichen jetzt nicht auch noch deine eigenen Bildungslücken anlasten.

    Aber klar: der Ökozid durch die Konservativen kennt keine Grenzen, egal ob beim Danni, bei der Zulassung von Pestiziden, beim Fallenlassen der vom UBA geforderten Ausgleichsmaßnahmen, oder wie gestern in der EU.

    https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/agrarpolitik-eu-landwirt-bauer-1.5080226

    Diese Konservative will mit aller Macht auf allen Ebenen die größtmöglichen Schäden anrichten und ist von jeglicher Vernunft oder Verantwortung weit entfernt. Das Hauptgeschäftsmodell hat Amthor ja deutlich demonstriert und wurde von seiner eigenen Partei dafür gedeckt.

  6. Boden und Grundwasser leiden erheblich unter der Massentierhaltung. Und ja, Überraschung! FFF ist auch gegen diese Massentierhaltung.

  7. Oh nein Hysteriker sind gegen alles, völlig verrückt. Außer natürlich Corona. Schon lustig, dass die ganzen merkwürdigen in Halle etwas klein geraten sind.

  8. Meinor, wenn, wie gesehen, die Maskenpflicht im ÖPNV nicht voll durchgesetzt wird, und es nicht ausreichend Platz für jeden Mitfahrer gibt, ist das für mich ein Risiko, was es eben im MIV so nicht gibt. Von den sonst im MIV üblichen Belästigungen mal ganz zu schweigen…
    Und das will ich eben so nicht für mich akzeptieren, ob dir das nun gefällt, oder auch nicht. Und grüne Jungs haben einfach noch nicht das Zeug, mich überzeugen zu können.

  9. Irgendwie auch anheimelnd, dass Nix Idee immer noch bei seiner kompletten Wissenschaftsallergie geblieben ist. Es hätte doch das Gesamtkunstwerk „HalleSpektrum“ gestört, wenn er jetzt plötzlich den Energieerhaltungssatz und seine Folgen akzeptieren würde. Von verstehen ganz zu schweigen.

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