Das WUK Theater Quartier und das Puschkino präsentieren am 6. August die Deutschlandpremiere des preisgekrönten Dokumentarfilms „Unbound“ im Rahmen des Sommerfestivals #PARADIESE 2026. Die Open-Air-Vorführung findet unter freiem Himmel statt und wird von einem Filmgespräch begleitet.
Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte einer Gruppe junger Tänzerinnen und Tänzer, die nach Erfahrungen mit Diskriminierung, Body Shaming und Machtmissbrauch im klassischen Ballett eine eigene inklusive Kompanie gründen. Im Mittelpunkt steht dabei Chase Johnsey, die erste nicht-binäre Person, die beim English National Ballet eine Frauenrolle tanzte und für den Film erstmals Regie führte.
Eine besondere Verbindung zu Halle besteht durch Reo Morikawa, eine der im Film porträtierten Persönlichkeiten. Morikawa tanzt inzwischen am Ballett Halle, wodurch die Saalestadt nach Angaben der Veranstalter ein passender Ort für die Deutschlandpremiere sei.
Der Film ist Teil des Sommerfestivals #PARADIESE 2026, das Kunst als Raum für gesellschaftlichen Dialog und neue Perspektiven versteht. „Unbound“ setzt sich mit den Schattenseiten des Ballettbetriebs auseinander und thematisiert den Umgang mit Missbrauch, Ausgrenzung und Leistungsdruck im Kulturbereich.
Im Anschluss an die Vorführung findet ein Publikumsgespräch statt. Als Vertreterin des Produktionsteams wird Nina Christof, die aus Barcelona anreist und aus Halle stammt, Einblicke in die Entstehung des Films und die Dreharbeiten geben.
Quelle: WUK Theater Quartier, Ankündigung zu #PARADIESE 2026.