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Deutlich mehr Vermögen von Kriminellen eingezogen

Die Staatsanwaltschaften in Sachsen-Anhalt haben im Jahr 2025 deutlich mehr Vermögen aus Straftaten abgeschöpft als im Vorjahr. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Naumburg wurden Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 10,11 Millionen Euro eingezogen. Das entspricht einem Anstieg von 86 Prozent gegenüber 2024.

Die Maßnahmen der sogenannten Vermögensabschöpfung richteten sich wie in den Vorjahren gegen knapp 2.000 Personen. Ziel ist es, Gewinne aus Straftaten konsequent einzuziehen und so kriminelle Aktivitäten wirtschaftlich unattraktiv zu machen.

Parallel dazu wurden Vermögensgegenstände im Wert von rund 200.000 Euro sichergestellt. Dieser Wert liegt deutlich unter dem Vorjahresniveau. Laut Generalstaatsanwaltschaft sind solche Schwankungen nicht ungewöhnlich, da zwischen Sicherstellung und endgültiger Einziehung oft längere Zeiträume liegen und Entscheidungen teilweise erst im Folgejahr umgesetzt werden.

Ein erheblicher Teil der eingezogenen Gelder stammt aus Drogendelikten. In diesen Fällen fließen die Vermögenswerte grundsätzlich in die Landeskasse. Die Behörden verweisen zudem auf mehrere Einzelfälle: So zog die Staatsanwaltschaft Halle Kryptowährungen im Wert von mehr als 260.000 Euro ein. In einem weiteren Verfahren konnten knapp 59.000 Euro gesichert werden, obwohl der Beschuldigte nicht greifbar war.

Auch in anderen Bereichen zeigte die Vermögensabschöpfung Wirkung. Die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau zog nach einem rechtskräftigen Urteil rund 278.000 Euro aus einem Steuerstrafverfahren ein. Das Geld war zuvor im Zuge der Ermittlungen gepfändet worden.

Die Zahlen verdeutlichen nach Einschätzung der Behörden die zunehmende Bedeutung der Vermögensabschöpfung im Kampf gegen Kriminalität. Neben strafrechtlichen Konsequenzen soll so auch der finanzielle Anreiz für Straftaten reduziert werden.

(Quelle: MDR)

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