„Unsere Gesellschaft durchlebt gerade bewegte Zeiten – so auch
die Menschen im Agenturbezirk Halle/Saalekreis. Egal ob
Berufstätige, Inhaber von Unternehmen oder Selbständige – das
Corona-Virus hat alles verändert, wie es sich keiner vorstellen
konnte“, so Dr. Petra Bratzke, Chefin der Hallenser Agentur für
Arbeit.
„Einen ersten Überblick über die Arbeitsmarktdaten und die
Auswirkungen dieser Krise wird es frühestens im April geben. Zum
aktuellen Zeitpunkt ist dies noch nicht möglich, da der Stichtag
für die Arbeitsmarktdaten im März der 12.03.2020 war – vier Tage
vor den Maßnahmen der Politik, mit den enormen Auswirkungen auf
unser Land. Vom aktuellen Rückgang im März können wir im April
nicht ausgehen,“ so Bratzke.
Arbeitslosigkeit
Im Bezirk der Agentur für Arbeit Halle waren Ende März 15.625 Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen. Das sind 546 Arbeitslose (- 3,4 Prozent) weniger als vor einem Monat.
Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, liegt bei 7,3 %.Blick in die Region
Regionale Unterschiede weiterhin vorhanden:
Arbeitslosenquoten: (Saalekreis 6,1 % / Stadt Halle 8,2 %)
In Halle waren im Februar 9.628 Personen gemeldet, das sind 284 weniger als noch vor einem Monat, von denen 7.002 (-245), nach dem SGB II betreut werden. Der relative Anteil von SGB II Arbeitslosen der Stadt Halle ist weiterhin auf einem hohen Niveau, mit 72,7%. Die Arbeitslosenquote der Stadt Halle liegt mit 8,2 Prozent über dem Agenturdurchschnitt (7,3 %). Im Saalekreis sind aktuell 5.997 Frauen und Männer in der Arbeitslosenstatistik. Dies sind 267 Arbeitslose weniger als im Vormonat und 643 weniger als noch vor einem Jahr. Die Areitslosenquote liegt mit 6,1 Prozent deutlich unter dem Agenturdurchschnitt. Der SGB II-Anteil an der Gesamtzahl der Arbeitslosen betrug 66,9 %, das entspricht 4.009 Personen (-161 Personen zum Vormonat). Die Zahl der Arbeitslosen im Einzugsbereich der Geschäftsstelle Merseburg ging um 189 Personen bzw. -3,9 Prozent auf 4.647 zurück.
(Quelle: PM Jobcenter)