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CDU ringt mit sich selbst – Bröckelndes Vertrauen in Sachsen-Anhalts Bildungspolitik

Die innerparteiliche Krise rund um Sachsen-Anhalts Bildungsministerin Eva Feußner spitzt sich zu. Medienberichten zufolge fordert etwa ein Drittel der CDU-Fraktion im Landtag mittlerweile offen ihre Ablösung. Parteiintern wird bereits über mögliche Nachfolgerinnen oder Nachfolger nachgedacht. CDU-Landeschef Sven Schulze soll demnach aktiv nach Alternativen suchen.

Mit deutlichen Worten reagierte die bildungspolitische Sprecherin der Grünen, Susan Sziborra-Seidlitz: „Wenn sogar die eigene Partei das Handtuch wirft, ist das politische Scheitern nicht mehr zu kaschieren.“ Der Rückhalt für Feußner sei weitgehend verloren, das Vertrauen der Öffentlichkeit schwer beschädigt.

Hintergrund der wachsenden Kritik ist die andauernde Unzufriedenheit im Bildungssystem des Landes: Über 100 Schulleitungen richteten in den vergangenen Wochen einen Brandbrief an das Ministerium, Lehrkräfte berichten von Frust, Eltern starten Protestaktionen. Statt wirksamer Lösungen habe das Ministerium Kürzungen angekündigt, statt Dialog dominierten Alleingänge.

„Was bröckelt, ist nicht nur der Putz an den Schulwänden – es bröckelt das Vertrauen in eine handlungsfähige Bildungspolitik“, so Sziborra-Seidlitz. Die CDU ringe nicht nur um eine Personalie, sondern um ihre Glaubwürdigkeit. Die Grünen fordern daher eine grundlegende Neuausrichtung: mehr Respekt vor Schulen und pädagogischer Arbeit, echte Beteiligung, bessere Rahmenbedingungen – und eine klare Perspektive für Kinder und Jugendliche.

„Unsere Kinder brauchen Zukunft, nicht Verwaltungskrise“, betont Sziborra-Seidlitz. „Wir unterstützen jede ernsthafte Initiative für einen Neuanfang im Bildungsministerium.“

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