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CDU-Politikerin Mehnert warnt vor EU-Plänen zu Elektrozwang bei Miet- und Dienstwagen

Streit um Verbrenner-Aus: CDU-Politiker warnen vor EU-Plänen zu Miet- und Dienstwagen

Die Ankündigung der EU-Kommission, ab dem Jahr 2030 womöglich nur noch Elektrofahrzeuge als Miet- und Dienstwagen zuzulassen, stößt in Sachsen-Anhalt auf scharfe Kritik. Sowohl die CDU-Europaabgeordnete Alexandra Mehnert als auch der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Ulrich Thomas, warnen vor massiven Folgen für die deutsche Automobilwirtschaft.

„Dieser Vorschlag ist praxisfern und weltfremd“, erklärt Alexandra Mehnert. Miet- und Dienstwagen würden in der Regel lange Strecken zurücklegen, was mit der derzeitigen Reichweite von E-Fahrzeugen kaum praktikabel sei. Besonders deutsche Hersteller seien im Dienstwagenbereich stark aufgestellt – hier drohe durch die Pläne ein erheblicher Wettbewerbsnachteil. „Europa braucht technologieoffene Mobilität. Die jetzigen Vorschläge verunsichern Märkte, Verbraucher und die gesamte Branche“, so Mehnert. Zudem sei die Ladeinfrastruktur in Europa unzureichend ausgebaut. Ohne flächendeckendes Netz sei ein erzwungener Umstieg auf E-Mobilität schlicht nicht realistisch.

Ulrich Thomas geht noch einen Schritt weiter. Für ihn sind die Überlegungen aus Brüssel „ein direkter Angriff auf die deutsche Autoindustrie“. Diese sei im Bereich der Dienstwagen besonders leistungsfähig. Ein Verbot von Verbrennungsmotoren würde nicht nur den Neuwagenmarkt treffen, sondern auch zu massiven Einbrüchen beim Gebrauchtwagenverkauf führen. „Autos wären dann für viele Privatpersonen kaum noch bezahlbar“, warnt Thomas. Es drohe ein flächendeckender Schaden – von Herstellern über Zulieferer bis hin zu Autohändlern. „Mit ihren weltfremden Plänen befördert die EU-Kommission die Deindustrialisierung Deutschlands und Europas“, so Thomas abschließend.

Die CDU-Politiker fordern die Bundesregierung auf, sich entschieden gegen die Pläne der Kommission zu stellen und sich für realistische, technologieoffene Lösungen einzusetzen.

3 comments on “CDU-Politikerin Mehnert warnt vor EU-Plänen zu Elektrozwang bei Miet- und Dienstwagen”

  1. Das sind schon Erkenntnisse, die diese CDU-Schwalben da durchblicken lassen. Auch 2030 – das ist in 5 Jahren (!) gibt es in Deutschland keine Ladeinfrastruktur. Auch 2030 ist die deutsche Autoindustrie nicht in der Lage, konkurrenzfähige E-Autos auf den Markt zu bringen. Was für erbärmliche Jammerlappen, die schon derart die Looserrolle der verschnarchten deutschen Industrie verinnerlicht haben.

  2. Wenn die Betriebskosten in Deutschland auch 2030 nicht konkurrenzfähig sind, wird die deutsche Autoindustrie 2030 keine konkurrenzfähigen Autos auf den Markt bringen.
    Ist in der Investitionsrechnung 2030 der Verbrenner im Vorteil, wird die EU-Richtlinie zum Standortnachteil. Als Hilfe aus Brüssel kommt dann eine Global-Verbrenner-Richtlinie. Jeder Bäcker muss nach weisen, dass der Chinesische Zulieferer für das Handy keinen Verbrenner im Fuhrpark hat.
    Stein-nach-Stein, die EU-Abrissbirne der deutschen Volkswirtschaft.

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