Angesichts der anhaltenden Debatte über die Zukunft der gesetzlichen Rentenversicherung hat Tobias Krull, sozialpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt, grundlegende Reformen angemahnt.
Die gesetzliche Rentenversicherung stehe vor erheblichen Herausforderungen, erklärte Krull. Immer weniger Beitragszahler müssten für eine wachsende Zahl älterer Menschen aufkommen, die zugleich länger Rente beziehen. Ein einfaches „Weiter so“ könne es deshalb nicht geben. Wer den Sozialstaat dauerhaft erhalten wolle, müsse notwendige Veränderungen rechtzeitig angehen.
Ziel müsse eine stabile und zugleich finanzierbare Rente bleiben. Dazu gehöre auch, dass Menschen möglichst lange gesund im Berufsleben bleiben könnten. Außerdem sprach sich Krull dafür aus, alle drei Säulen der Altersvorsorge zu stärken – die gesetzliche, die betriebliche und die private Vorsorge.
Zugleich betonte der CDU-Politiker den Respekt vor der Lebensleistung älterer Generationen. Es brauche generationengerechte Lösungen, die Sicherheit im Alter gewährleisteten, ohne jüngere Generationen finanziell zu überfordern. Den Vorschlag eines Landesfonds für Rentengerechtigkeit sieht Krull weiterhin kritisch.
One comment on “CDU-Politiker Krull fordert Reformen für stabile Rentenfinanzierung”
Alle reden von der Demografie. Es gibt eine zweite kritische Entwicklung, die sich ändern lässt.
In den 1950er Jahren kamen auf 4 Arbeitnehmer im primär (Landwirtschaft- und Forsten) und sekundär (produzierendes Gewerbe und Industrie) Sektor ein Mitarbeiter in den Dienstleistungen. Heute ist das Verhältnis umgekehrt, 1 Mitarbeiter in der Wertschöpfung erwirtschaftet das Einkommen von 4 Mitarbeitern in den Wohlstandsberufen.