Die CDU-Stadtratsfraktion in Halle (Saale) steht den geplanten Investitionen in die SWH.arena mit deutlicher Skepsis gegenüber. Zwar unterstützt die Fraktion grundsätzlich die Weiterentwicklung der Halle als zentrale Sportstätte, äußert jedoch erhebliche Bedenken hinsichtlich Umfang und Begründung der vorgesehenen Maßnahmen.
Konkret geht es um eine Beschlussvorlage der Stadtverwaltung, die neben einer Kapazitätserweiterung auch den Einbau eines modernen, multifunktionalen Sportbodens vorsieht. Die veranschlagten Kosten von rund vier Millionen Euro bewertet die CDU angesichts der angespannten Haushaltslage als schwer vermittelbar.
Nach Auffassung der Fraktion beruht der Investitionsbedarf vor allem auf Anforderungen der Handball Bundesliga Frauen an ihre Spielstätten. Andere Nutzer der Halle – etwa Teams aus Basketball und Volleyball – könnten ihren Spielbetrieb hingegen weiterhin ohne bauliche Veränderungen aufrechterhalten. Vor diesem Hintergrund wird kritisiert, dass externe Ligavorgaben Kommunen zu hohen Ausgaben drängen könnten, die nicht im Verhältnis zur finanziellen Leistungsfähigkeit stehen.
Zudem verweist die CDU auf die sportliche Situation der SV Union Halle-Neustadt („Wildcats“). Auch mit Blick auf deren aktuellen Tabellenstand stelle sich die Frage nach der Dringlichkeit der Investition.
Die Fraktion plädiert daher dafür, insbesondere die Modernisierung des Sportbodens an die Einwerbung von Fördermitteln zu knüpfen. Ziel sei eine langfristig tragfähige Lösung, die sowohl den Anforderungen des Sports als auch der Haushaltsrealität gerecht wird.
In der kommenden Stadtratssitzung will sich Christoph Bergner für die CDU-Fraktion ausführlich zu dem Thema äußern.