Halle (Saale) – 7. November 2025 – Mit einem zukunftsweisenden Antrag im Landtag von Sachsen-Anhalt setzt sich die CDU-Fraktion für die Zukunft der Simson-Kleinkrafträder ein. Das klassische „Simme“-Fahrzeug, das für viele als Symbol der ostdeutschen Ingenieurskunst und als Stück gelebte Geschichte gilt, soll unter bestimmten Voraussetzungen rechtlich abgesichert werden. In einem Statement betonte Detlef Gürth, verkehrspolitischer Sprecher der CDU, dass der Antrag nicht nur als Zeichen des Erhalts eines Kulturguts zu verstehen sei, sondern auch als Schritt hin zu einer modernen und praxisnahen Verkehrspolitik für den ländlichen Raum.
„Die Simson ist mehr als nur ein Fortbewegungsmittel. Sie ist Kulturgut, Symbol ostdeutscher Ingenieurkunst und ein Stück gelebter Alltagsgeschichte. Millionenfach produziert, hat sie Generationen von Jugendlichen Mobilität ermöglicht“, so Gürth. Die Simson-Kleinkrafträder, die für ihre einfache Wartung und robuste Bauweise bekannt sind, bleiben auch heute ein beliebtes Fortbewegungsmittel, insbesondere bei jungen Menschen auf dem Land. Gürth stellte fest, dass die Fahrzeuge aufgrund ihrer soliden Bauweise und der guten Ersatzteilversorgung weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Mobilität im ländlichen Raum sind.
Die CDU fordert nun, die bestehenden rechtlichen Unsicherheiten zu beseitigen, die es derzeit schwierig machen, die Fahrzeuge für den Straßenverkehr zuzulassen. „Wir wollen den jungen Menschen, besonders im ländlichen Raum, eine kostengünstige und einfache Möglichkeit bieten, sich fortzubewegen“, sagte Gürth.
Kernforderungen der CDU-Fraktion:
- Pauschale Ausnahmegenehmigung für Simson-Kleinkrafträder bis Baujahr 1992 im originalen DDR-Zustand, um rechtliche Hürden zu umgehen.
- Unbürokratische Zulassung von elektrischen Umbauten, um die Elektromobilität zu fördern und historische Fahrzeuge nachhaltig zu nutzen.
- Eine bundesweite Regelung für Reimporte von Simson-Kleinkrafträdern, die aufgrund ihrer historischen Bedeutung zunehmend von Sammlern und Liebhabern wiederaufbereitet werden.
- Eine EU-Initiative zur Anhebung der Kleinkraftrad-Grenze auf 60 km/h, um die Simson-Kleinkrafträder auch im modernen Verkehr konkurrenzfähig zu halten.
Gürth hob hervor, dass die zunehmende Bedeutung der Elektromobilität neue Chancen für die nachhaltige Nutzung dieser historischen Fahrzeuge biete. Die Umrüstung auf Elektroantrieb sei nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch eine Möglichkeit, das Kulturgut in die Zukunft zu führen. Die CDU-Fraktion fordert deshalb, die Umrüstung auf Elektroantrieb zu erleichtern und die entsprechenden Zulassungsverfahren zu vereinfachen.