Oranienbaum-Wörlitz. Drei Tage lang tagten die Fraktionsvorsitzenden von CDU und CSU in Sachsen-Anhalt. Bei der Großen Fraktionsvorsitzendenkonferenz vom 28. bis 30. Juni 2026 beschlossen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mehrere gemeinsame Initiativen zu Wirtschafts-, Energie-, Verkehrs- und Kulturpolitik.
Im Mittelpunkt standen Forderungen nach einer Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Dazu zählen laut Konferenzbeschluss dauerhaft niedrigere Energiekosten, eine sichere Energieversorgung sowie schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren. Bürokratische Hürden sollen abgebaut werden, um Investitionen zu erleichtern.
Auch der Luftverkehr wurde als zentraler Standortfaktor hervorgehoben. Die Konferenz sprach sich für geringere staatliche Belastungen der Branche, beschleunigte Genehmigungen sowie eine bessere Anbindung regionaler Flughäfen aus.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem kulturellen Erbe. Sachsen-Anhalt mit seinen Welterbestätten wie dem Gartenreich Dessau-Wörlitz, dem Bauhaus, den Luthergedenkstätten und dem Naumburger Dom wurde als Beispiel für die kulturelle Vielfalt Deutschlands hervorgehoben. Die Fraktionsvorsitzenden betonten die Bedeutung des Erhalts von Denkmälern, Museen, Archiven und Theatern auch in der Fläche.
Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt, Guido Heuer, erklärte am Rande der Konferenz, das Land habe als Gastgeber politische Impulse gesetzt und zeige, wie regionale Stärke in nationale Debatten einfließen könne.
Zudem wurde ein Antrag zur Entlastung der Kommunen unterstützt, der eine zügige Umsetzung bereits vereinbarter Maßnahmen zur Finanzierung kommunaler Soziallasten fordert.
Die Konferenz versteht sich als bundesweiter Zusammenschluss der Unionsfraktionen mit insgesamt 875 Abgeordneten in Bund, Ländern und Europäischem Parlament.