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CDU-Antrag: Stadt soll die Leopoldina finanziell fördern

Die traditionelle Akademie der Naturforscher Leopoldina wurde vor 10 Jahren in den Rang einer Nationalakademie erhoben. Das Jubiläum wird festlich begangen, Bundespräsident Franz Walter Steinmeier kommt hierzu am 15. Februar nach Halle. Den Anlass nutzt auch die CDU, um einen Antrag zu stellen, den sie am 26. Februar in den Stadtrat einbringt. Er sieht vor, dass die Stadt   mäzenatisches Mitglied des Förderkreises der Leopoldina wird. Außerdem soll die Stadt „durch Dotieren eines Preises, mit dem die  Leopoldina  anlässlich ihrer Jahresversammlungen besondere wissenschaftliche Leistungen würdigt, die Förderung der Wissenschaft durch die Akademie unterstützen.“

Als Beispiel führt die CDU/FDP-Fraktion eine andere Stadt an, die mit der Geschichte der Akademie eng verbunden ist: Die Stadt Schweinfurt, wo die Leopoldina vor über 300 Jahren gegründet wurde,  ist bereits mäzenatisches Mitglied des Leopoldina Akademie Freundeskreises e.V.  Schweinfurt dotiert auch seit 1962 den von der Leopoldina vergebenen Carus-Preis

Über die entstehenden Kosten schweigt sich der CDU-Antrag allerdings aus.

8 comments on “CDU-Antrag: Stadt soll die Leopoldina finanziell fördern”

  1. Eigenartig, für eine Bundeseinrichtung einen Preis städtisch zu finanzieren. Warum bringt die CDU das nicht über Bernstiel in den BT bzw. zur Bundesregierung ein?

    Man könnte fast meinen, die CDU ist bundespolitisch in der Opposition und bedarf lokale Unterstützung für ihre Politik.

  2. Ich finde den Vorschlag gut, leider bin ich während meiner Stadtratszeit nicht darauf gekommen. Die Stadt profitiert durch die Leo überregional enorm,
    auch das Gebäude samt Umfeld ist eine Perle.
    Da sollte sich die Stadt nicht lumpen lasenn

  3. Würde der OB dem Vorschlag folgen, hätte er gleich eine Klage am Hals. Es ist nicht seine Aufgabe, Institutionen des Bundes zu bewerten!

  4. Der Vorschlag ist schon gut, nur ist die Stadt als Finanzier definitiv der falsche Ansprechpartner.
    Ein solches Ansinnen an die Stadt heranzutragen zeugt von politischer Inkompetenz.

  5. Ein Antrag mit Signalwirkung. Das Kooperationsverbot wurde offenbar in beide Richtungen aufgehoben. Jetzt dürfen finanzschwache Kommunen Bildungseinrichtungen des Bundes fördern.

  6. Vermutlich mal haben die ordentlichen Mitglieder der Leopoldina zusammen mehr Geld im Sack als der städtische Haushalt aufweist… Im Volksmund sagt man daher zu solchen Konstellationen “ ’ner fetten Sau den Arsch geschmiert…“

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