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Bundeskanzler Merz würdigt Hightech aus Halle – Besuch bei SONOTEC rückt Ultraschallinnovationen ins Licht

Wie einst Reisende die Werkstätten der Zünfte durchschritten, um den Klang echter Handarbeit zu hören, so betrat Bundeskanzler Friedrich Merz am 18. November 2025 den neuen Hauptsitz der SONOTEC GmbH in Halle (Saale). Ein Antrittsbesuch, der den Blick auf jene stille, hochpräzise Kunst lenkte, die heute an die Stelle früherer Schmiedefeuer getreten ist: die Ultraschalltechnologie – gefertigt in geduldigen, sorgfältigen Schritten, wie man sie seit jeher als Grundlage guter Arbeit verstand.

Begleitet von Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff, Wirtschaftsminister Sven Schulze, Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann und weiteren Mitgliedern von Bundes- und Landesregierung, ließ sich der Kanzler durch die Wertschöpfungskette des Unternehmens führen. Empfangen wurde die Delegation von CEO Michael Münch, CCO Manuela Münch sowie den Gründern Hans-Joachim Münch und Dr. Santer zur Horst-Meyer.

In den Werkhallen zeigte sich, wie aus einem ersten metallischen Rohling – Schritt für Schritt, mit der alten Sorgfalt der Handwerkskunst und der modernen Präzision feinster Elektronik – ein Ultraschallsensor entsteht. Arbeitsfelder von Mechanik und Elektronik über Entwicklung, Logistik und globalen Vertrieb vereinen sich hier unter einem Hallenser Dach, getragen von rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Im Mittelpunkt standen die nicht-invasiven Sensoren der SONOFLOW-Serien, unscheinbare Geräte, die doch an lebenswichtigen Stellen ihren Dienst tun: in Herz-Lungen-Maschinen, ECMO-Systemen, Herzunterstützungsgeräten. Ihr Auftrag ist unveränderlich derselbe wie seit alters her das eines guten Werkzeuges: verlässlich zu sein. Sie messen Durchflüsse ohne Berührung, erkennen feinste Luftblasen – und tragen damit weltweit zur Patientensicherheit bei.

Im Gespräch mit der Geschäftsführung rückten Themen wie der vollzogene Generationswechsel, die Verantwortung gegenüber der Belegschaft und die Zukunft eines familiengeführten Technologieunternehmens in einem globalen Umfeld in den Mittelpunkt. Manuela Münch betonte die Bedeutung des Besuchs – als Anerkennung für das Unternehmen, aber vor allem für die Menschen, deren tägliche Arbeit den Ruf von SONOTEC in die Welt trägt.

Der Bundeskanzler würdigte Halle als „Kraftzentrum mitten in Deutschland“ – einen Ort, an dem Forschung und mittelständische Stärke sich auf traditionsreiche Weise verbinden: mit Bodenhaftung, mit Beharrlichkeit, mit jener Verlässlichkeit, die stets den Kern deutscher Ingenieurkunst ausmachte.

Der Besuch war Teil eines mehrstufigen Programms, zu dem zuvor Stationen an der Leopoldina sowie am Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik gehörten – eine Reise, die das wissenschaftliche und wirtschaftliche Profil Sachsen-Anhalts in den Mittelpunkt rückte.

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