Nach der Ankündigung des Oberbürgermeisters, dem Stadtrat eine Beschlussvorlage zur Umzäunung des Händel-Denkmals auf dem Marktplatz vorzulegen, haben der SPD-Stadtverband Halle und die SPD-Fraktion im Stadtrat eine Bürgerbefragung durchgeführt. Ziel war es, die Meinung der Bevölkerung zu dem Vorhaben sowie zu weiteren Maßnahmen zur Aufenthaltsqualität am Markt einzuholen.
Die Befragung fand vom 30. Juli bis 2. August sowohl online als auch an vier Nachmittagen auf dem Marktplatz statt. Insgesamt nahmen 1.996 Bürgerinnen und Bürger teil, davon 1.559 online und 437 vor Ort.
Die zentrale Frage lautete, ob das Händel-Denkmal einen Zaun benötigt. 25,4 Prozent der Teilnehmenden sprachen sich dafür aus, 70 Prozent lehnten die Maßnahme ab. 4,5 Prozent gaben an, keine feste Meinung zu haben.
Darüber hinaus wurden Fragen zur Rolle des Denkmalschutzes, zu Maßnahmen gegen Vermüllung sowie zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität gestellt. Bei letzterem Thema nannten 83,8 Prozent der Befragten Bäume und Pflanzen als wichtig, 72,7 Prozent forderten mehr Beschattung und 69,4 Prozent wünschten zusätzliche Sitzmöglichkeiten. Diese Prioritäten decken sich mit den Ergebnissen des Leitbildprozesses „Markt“, der von November 2024 bis März 2025 unter breiter Bürgerbeteiligung erarbeitet wurde.
443 Personen machten eigene Vorschläge zur Gestaltung und Nutzung des Marktes. Diese sollen durch die SPD-Fraktion ausgewertet und gegebenenfalls in Anträgen aufgegriffen werden. Eine detaillierte Auswertung der Antworten, auch im Zusammenhang mit den Angaben zur Zaunfrage, soll demnächst auf der Internetseite der SPD Halle veröffentlicht werden.
Die Unterlagen der Befragung werden nach Angaben der Organisatoren sicher aufbewahrt und können bei Interesse eingesehen werden.