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BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordert Erhalt von Grünräumen und Biodiversität in Tornau

Grüne Stadtratsfraktion kritisiert geplante Rückkehr des Gewerbegebiets „Star Park II“

Die Stadtratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zeigt sich besorgt über die überraschende Wiederaufnahme der Pläne für das Gewerbegebiet „Star Park II“ in Halle-Tornau. Diese Pläne, die laut den Grünen bereits im März 2025 vom Stadtrat gestoppt wurden, wurden kürzlich von Oberbürgermeister Alexander Vogt wieder ins Gespräch gebracht.

„Es ist schwer verständlich, warum diese Entscheidung nun ohne vorherige Abstimmung mit dem Stadtrat wieder revidiert werden soll“, äußert sich Melanie Ranft, die Fraktionsvorsitzende der Grünen, enttäuscht. „Der Oberbürgermeister hat stets betont, Stadtentwicklung gemeinsam mit dem Stadtrat zu gestalten. Ein solches Vorgehen ohne eine vorherige politische Diskussion widerspricht dieser Aussage eindeutig“, fügt sie hinzu.

Das geplante Gewerbegebiet würde in Tornau auf einem ökologisch wertvollen Grundstück entstehen, das sowohl als Kaltluftentstehungsgebiet als auch als Naherholungsraum für die Hallenser dient. Besonders die hohe Biodiversität dieses Gebiets sei ein unersetzlicher Teil des natürlichen Erbes der Stadt. „Bereits 2019 haben die Bürgerinnen und Bürger klar gemacht, wie wichtig es ist, dieses Naturgebiet zu bewahren“, betont Ranft weiter.

Die Fraktion verweist zudem auf ihre langjährige Forderung, die Seebener Berge als Landschaftsschutzgebiet auszuweisen. Dieses Gebiet, das sich durch seine besondere Naturvielfalt auszeichnet, soll dauerhaft geschützt und der zunehmende Nutzungsdruck gemindert werden.

„Wir brauchen eine wirtschaftliche Entwicklung der Stadt – aber nicht um jeden Preis und nicht auf Kosten unserer natürlichen Lebensgrundlagen“, erklärt der Stadtrat Wolfgang Aldag. „In Zeiten der Klimakrise sind Kaltluftentstehungsgebiete und Grünflächen für unsere Lebensqualität und das Wohlbefinden der Menschen unverzichtbar“, so Aldag weiter.

Die Grünen schlagen vor, Gewerbeflächen auf bereits versiegelten Flächen zu entwickeln und dabei die Natur zu respektieren. „Wir müssen den Fokus auf eine intelligente und nachhaltige Entwicklung legen, die im Einklang mit unseren ökologischen Zielen steht“, schließt Aldag.

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