Die Beschäftigungsquote in Sachsen-Anhalt hat sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Mitte 2025 lag sie bei 65,5 Prozent und damit über dem Bundesdurchschnitt sowie über dem Durchschnitt in Ostdeutschland. Besonders auffällig ist die Entwicklung bei ausländischen Beschäftigten.
Während die Quote deutscher sozialversicherungspflichtig Beschäftigter in den vergangenen zehn Jahren um sechs Prozentpunkte auf 66,6 Prozent gestiegen ist, fiel der Anstieg bei ausländischen Arbeitskräften deutlich stärker aus. Hier erhöhte sich die Beschäftigungsquote im gleichen Zeitraum von 31,1 auf 54,9 Prozent.
Auch bei Schutzsuchenden ist eine zunehmende Integration in den Arbeitsmarkt erkennbar. Die Beschäftigungsquote stieg hier auf 37 Prozent. Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung bei ukrainischen Beschäftigten, deren Anteil innerhalb weniger Jahre von 12,1 auf 30,3 Prozent zunahm.
Als Gründe für diese Entwicklung werden unter anderem rechtliche Erleichterungen, schnellere Anerkennungsverfahren sowie gezielte Fördermaßnahmen genannt. Auch vorhandene Qualifikationen erleichtern den Zugang zum Arbeitsmarkt, insbesondere in Bereichen mit Fachkräftebedarf.
Im Ländervergleich nimmt Sachsen-Anhalt zudem bei der Beschäftigung von Frauen eine Spitzenposition ein. Mit einer Quote von 63,7 Prozent liegt das Land hier bundesweit vorn.
Die Beschäftigungsquote gilt als wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung. Sie misst den Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Alter von 15 bis 64 Jahren an der Gesamtbevölkerung dieser Altersgruppe.