Die Wildcats konnten auch das wichtige Kellerduell gegen die Flames der HSG Bensheim/Auerbach nicht gewinnen. Mit 26:29 musste sich das Team von Trainerin Tanja Logvin am Sonntagabend vor 630 Zuschauern in der ERDGAS Sportarena geschlagen geben.
Abstiegskampf mit dezimiertem Kader, das galt für beide Mannschaften am Sonntagnachmittag. Während bei den Wildcats Elisa Möschter und Nina Reißberg verletzungsbedingt fehlten, mussten die Flames auf ihre Torjägerin, Julia Maidhof verzichten. Die Gäste kamen deutlich besser ins Spiel und zwangen die Wildcats so zu einer schnellen Auszeit. Bereits in der 3. Minute beim Spielstand von 0:3 hatte die Trainerin Logvin Redebedarf. Ihre Mannschaft verschlief förmlich den Auftakt im Abstiegsduell. Besonders in der Rückzugsbewegung zeigten die Wildcats ihre Schwachstelle und mussten dadurch einfache Gegentore hinnehmen. Auf 6:12 war der Rückstand bereits in der 17. Minute angewachsen, bevor die Wildcats ihre Abwehr offensiver ausrichtete.

Foto: SV Union Halle-Neustadt e.V.
Erst dies stellte die Flames vor größeren Probleme und die Wildcats konnten so bis zur Halbzeit auf 13:18 verkürzen. Besonders Merel Freriks glänzte im Trikot der Gäste. 7 Tore gingen allein nur in der ersten Halbzeit auf ihr Konto. In der zweiten Halbzeit sahen die Zuschauer kampfstarke Wildcats. Mit viel Leidenschaft und einer aggressiven Deckung arbeiteten sich die Hallenserinnen zurück ins Spiel. Stück für Stück schmolz der Rückstand und Nadine Smit konnte per Siebenmeter in der 46. Minute den 23:23 Ausgleich erzielen.

Foto: Thomas Zober
In den letzten zehn Minuten zeigten die Wildcats in vielen Situationen Nerven. Zwei vergebene Siebenmeter und einfache Abspielfehler nutzten die Flames und die Gastgeberinnen mussten so Lehrgeld zahlen. Trotz der Niederlage muss die zweite Halbzeit der Gradmesser für die kommenden Spiele sein damit man sich auch über Punkte freuen kann.
Flames-Trainer Ahlgrimm meinte freudig zum Sieg ihres Teams: „Ich bin glücklich, dass wir die zwei Punkte geholt haben, denn ich wusste das Halle nicht so schlecht ist, wie immer gesagt wird. Am Ende waren wir in den entscheidenden Situationen cleverer als Halle. Wir können alle stolz sein auf die Mannschaft, wie sie heute gefightet haben“. Wildcats-Trainerin Logvin bemerkte demgegenüber durchaus kritisch: „Meine Mannschaft hat heute unglaublich gut gekämpft und hat auch taktisch das umgesetzt, was wir vorbereitet hatten. Wir sind auf einen guten Weg, die letzten zwei Spiele waren positiv und da müssen wir jetzt anknüpfen.“
Zusammenfassend kann man sagen, dass es, wie in jedem Spiel bisher, zwei unterschiedliche Halbzeiten der Wildcats waren. Im ersten Spielabschnitt gerieten die Wildcats erheblich unter Druck und rannten schnell einen großen Rückstand hinterher. In der 2. Halbzeit zeigten die Wildcats dann ihre Krallen und kämpften sich zurück ins Spiel, was mit dem 23:23 in 47. Minute belohnt wurde. In der Schlussphase zeigten sie dann aber Nerven und mussten sich am Ende geschlagen geben. Bei den Wildcats waren Mariana Ferreira Lopes und Pia Dietz mit 5 Toren am erfolgreichsten. Carolin Schmele und Merel Freriks konnten bei den Flames die meisten Tore erzielen.
PZ
mit Material des SV Union Halle-Neustadt e.V.