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Baupreise in Sachsen-Anhalt steigen weiter

Die Baupreise für Wohngebäude in Sachsen-Anhalt haben sich auch im November 2025 weiter verteuert. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, stiegen die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,6 Prozent. Der Baupreisindex erreichte damit einen Stand von 140,4 Punkten (Basisjahr 2021 = 100). Gegenüber August 2025 bedeutet das einen Anstieg um 0,6 Prozent.

Besonders betroffen sind die Rohbauarbeiten. Hier erhöhten sich die Preise im Jahresvergleich um 2,5 Prozent auf einen Indexstand von 134,1. Auch gegenüber dem Vorquartal wurde ein Plus von 0,6 Prozent registriert. Deutlich überdurchschnittlich fielen die Preissteigerungen bei Ramm-, Rüttel- und Pressarbeiten aus, die um 10,7 Prozent zulegten. Weitere Preistreiber waren Zimmer- und Holzarbeiten mit einem Anstieg von 7,0 Prozent sowie Erdarbeiten und Entwässerungskanalarbeiten. Lediglich bei Stahlarbeiten zeigte sich im Quartalsvergleich ein leichter Preisrückgang.

Noch stärker verteuerten sich die Ausbauarbeiten. Sie lagen im November 2025 um 4,5 Prozent über dem Vorjahresniveau und stiegen gegenüber August um 0,7 Prozent auf einen Indexstand von 145,3. Besonders kräftig zogen die Preise für Blitzschutz-, Überspannungsschutz- und Erdungsanlagen an. Auch Dämm- und Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen wurden deutlich teurer. Dagegen blieben die Preise für Beschlagarbeiten unverändert, während Parkett- und Holzpflasterarbeiten sowie Aufzugsanlagen im Jahresvergleich günstiger wurden.

Auch bei Instandhaltungsarbeiten setzte sich der Preisanstieg fort. Den stärksten Zuwachs verzeichneten Schönheitsreparaturen in Wohnungen mit einem Plus von 5,9 Prozent, vor allem durch deutlich teurere Tapezierarbeiten. Im Quartalsvergleich stiegen die Preise besonders in der Instandhaltung von Wohngebäuden ohne Schönheitsreparaturen.

Im Jahresdurchschnitt 2025 lagen die Baupreise für konventionelle Wohngebäude um 3,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Dabei entwickelten sich die Ausbauarbeiten mit einem Plus von 4,4 Prozent deutlich dynamischer als die Rohbauarbeiten, die um 2,0 Prozent zulegten.

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