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Baukosten steigen weiter: Preise für Wohngebäude in Sachsen-Anhalt ziehen an

Die Baupreise in Sachsen-Anhalt bleiben auf Wachstumskurs. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, sind die Kosten für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude im Februar 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,1 Prozent gestiegen. Der entsprechende Baupreisindex erreichte einen Stand von 143,1 (Basisjahr 2021 = 100). Auch im Vergleich zum letzten Quartal zeigt sich eine spürbare Verteuerung: Gegenüber November 2025 legten die Preise um 1,9 Prozent zu.

Besonders deutlich fiel die Entwicklung im Bereich der Ausbauarbeiten aus, die sich im Jahresvergleich um 4,5 Prozent verteuerten. Hier erreichte der Indexstand 148,2. Treiber dieser Entwicklung waren vor allem Dämm- und Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen mit einem Plus von 9,3 Prozent sowie Naturwerksteinarbeiten mit einem Anstieg von 8,6 Prozent.

Auch im Rohbau verteuerten sich die Leistungen weiter. Die Preise stiegen hier im Jahresvergleich um 3,7 Prozent. Besonders stark betroffen waren Zimmer- und Holzarbeiten, die um 7,5 Prozent zulegten. Weitere Preissteigerungen wurden bei Erdarbeiten (+5,6 Prozent), Gerüstarbeiten (+4,2 Prozent) sowie Entwässerungskanalarbeiten (+4,1 Prozent) verzeichnet. Lediglich einzelne Bereiche wie Ramm-, Rüttel- und Pressarbeiten zeigten im Quartalsvergleich einen leichten Rückgang.

Einen besonders hohen Indexstand erreichten die sogenannten Schönheitsreparaturen. Mit einem Wert von 154,4 lagen sie um 6,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Maßgeblich hierfür waren insbesondere steigende Kosten bei Tapezierarbeiten, die um 6,5 Prozent anzogen.

Als Hauptursachen für die anhaltenden Preissteigerungen nennen die befragten Unternehmen vor allem gestiegene Lohnkosten infolge der Anpassung des Mindestlohns zu Jahresbeginn. Hinzu kommen weiterhin erhöhte Materialpreise, die sich direkt auf die Baukosten auswirken.

Die aktuellen Zahlen verdeutlichen, dass der Wohnungsbau auch 2026 unter Kostendruck steht. Für Bauherren und Investoren bedeutet dies weiterhin herausfordernde Rahmenbedingungen, während sich die Preisentwicklung in der Branche insgesamt auf einem erhöhten Niveau stabilisiert.

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