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Auswärtssieg der SaaleBulls

Nach einer spannenden Woche in Sachen Kaderangelegenheiten, mit Abgängen, Zugängen und Rückkehrern auf das Eis, ging es für die SaaleBulls am Freitag zum Auswärtsspiel nach Hamburg. Dort hatten sie noch eine Rechnung offen, verlor man doch das Hinspiel in Halle zu Saisonbeginn denkbar knapp gegen die Echsen. Zudem wollten sie nach ihrer Spielpause am vergangenen Sonntag ihren Aufwärtstrend aus den letzten Spielen auf jeden auch gegen die Crocodiles fortsetzen.

Doch den etwas besseren Start erwischten zunächst die Hausherren und es war an Justin Schrörs, eine frühe Führung der Hanseaten zu verhindern. Auch Probleme mit dem Halt der Tore verhinderten letztlich eine schnelle Führung der Crocodiles bereits in der ersten Spielminute. Der Kasten hinter Schrörs wurde bei einem Angriff der Hausherren aus dem Eis gerissen und es folgte eine 15-minütige Unterbrechung. Offenbar genau richtig für die Bulls, denn nach Wiederanbully drehten sie nun richtig auf. So dauerte es nicht lange und Phil Miethling schnappte sich nach nur einer Minute in der neutralen Zone den Puck und legte einen astreinen Konter aufs Eis – Kai Kristian im Tor der Crocodiles hatte keine Chance. So führten die SaaleBulls mit 0:1.

Im weiteren Spielverlauf erhöhten die Bulls zunehmend den Druck auf das gegnerische Drittel und wurden für diese couragierte Spielweise wenig später auch belohnt. In der vierten Spielminute zog Eric Wunderlich während eines Angriffs der Bulls einfach mal von der blauen Linie ab – unhaltbar für Kristian im Tor der Crocodiles. Diese frühe 2-Tore-Führung war aber neben der Freude darüber gleichzeitig auch ein Warnsignal, denn natürlich hatten die Bulls noch im Hinterkopf, dass man schon zweimal eine solche Führung hergeschenkt und am Ende diese Spiele verloren hatte. Genau das sollte natürlich nicht wieder passieren. Somit war klar, gerade jetzt musste man die Konzentration hoch halten und durfte im Angriffsdruck nicht nachlassen. Dieses druckvolle Spiel wurde in der 6. Spielminute allerdings jäh unterbrochen, als Maximilian Schaludek nach einem Check von Normen Martens am Kopf getroffen wurde, zu Fall kam und das Spiel verletzungsbedingt vorzeitig beenden musste.

In der Folge entwickelte sich ein harter Kampf um den Puck und jede Angriffschance. So wurden dank der Verteidigung auf beiden Seiten gute Gelegenheiten für Torschüsse Mangelware. Die harte Gangart auf dem Eis gipfelte in Strafzeiten gegen Tom Kübler und Jannik Striepeke, welche aneinandergeraten waren. Dies war noch einmal ein Signal an die Schützlinge von Dave Rich, erneut zwei Gänge hoch zu schalten und besser ihr spielerisches Können zu zeigen. Und genau mit dieser Spielweise kam auch der Erfolg im Abschluss zurück. In den letzten beiden Spielminuten des ersten Drittels klingelte es gleich noch zweimal im Kasten der Crocodiles. Zuerst erhöhte Maximilian Spöttel auf Vorlage von Neuzugang Tim Marek auf 0:3. Nach Wiederanbully schnappte sich Robinson den Puck, brachte ihn durch die Verteidungsreihen vor das Tor, legte auf Michal Schön ab und der versenkte. Somit ging es beim Stand von 0:4 in die erste Pause.

Nach dem kräftezehrenden ersten Abschnitt waren alle gespannt, wer nun erholter aus den Kabinen zurückkehrte. Die Crocodiles starteten in dieses Drittel zunächst mit einem Torhüterwechsel, ab sofort hütete Niklas Zoschke den Kasten der Hausherren. Erwartungsgemäß drehten sie nun auch spürbar auf und versuchten mit allen Mitteln, etwas am Spielstand zu ändern. Doch so schnell wie erhofft, fanden sie kein Mittel gegen die gut stehende Bullsabwehr und einen hervorragend aufgelegten Justin Schrörs. Erst in der 27. Spielminute war es Daniel Lupzig, welcher zunächst nur knapp am Tor vorbeischoss und dann in der zweiten Angriffswelle den Puck doch noch über die rote Linie befördern konnte.

Zwar gerieten die Crocodiles kurze Zeit später erneut in Unterzahl, aber angestachelt durch ihren ersten Treffer versuchten sie es auch dort mit Kontern. Die Bulls wurden davon bei eigenem Angriff so überrumpelt, dass Josh Mitchell vor das Tor von Schrörs ziehen und auf 2:4 verkürzen konnte. Danach machten es sich die Hanseaten jedoch selber schwer und kassierten erneut eine Strafzeit. Diese Überzahl nutzten nun auch die Bulls für einen Treffer durch Jonas Gerstung, der die Führung in der 31. Minute wieder auf 3 Tore ausbauen konnte. Dieses Tor führte allerdings zu heftigen Diskussionen zwischen Spielern der Crocodiles und den Offiziellen, was Josh Mitchell jedoch nur eine weitere Strafe wegen Beschimpfung eines Offiziellen einbrachte. So blieben die Bulls weiter mit einem Mann mehr auf dem Eis und diese Gelegenheit ließen sie nicht ungenutzt. Der nach seiner langen Verletzungspause zurückgekehrte Marius Stöber gab seinen gebührenden Einstand mit seinem ersten Tor im Bulls-Trikot – der 4-Tore-Abstand war wieder hergestellt.

Das Spiel war damit noch lange nicht zu Ende, es ging munter zwischen den beiden Angriffsdritteln hin und her. Doch weitere Tore sollten im Mittelabschnitt nicht mehr fallen. Dieses Bild setzte sich dann auch im letzten Abschnitt fort. Doch die Verteidiger leisteten auf beiden Seiten so gute Arbeit, dass entweder keine wirklichen Torchancen heraus gearbeitet werden konnten oder aber gute Chancen durch die Goalies entschärft wurden.

Die Saale Bulls mussten mit fortschreitender Zeit ihre komfortable Führung eigentlich nur noch verwalten und dies taten sie taktisch sehr klug, indem man versuchte, den Puck so lange wie möglich in den eigenen Reihen zu halten. Die couragierte und intelligente Spielweise wurde nach 60 Minuten mit einen 6:2-Auswärtssieg und weiteren drei Punkten belohnt.

PZ

mit Material des MEC Halle 04 e.V.

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