Vom 6. bis 29. März 2026 zeigt der BLECH, Kunstraum Halle e.V. die Ausstellung „Auf der Suche nach Eldorado – Rom*nja und Sinti*zze im Kampf um Repräsentation“. Anlass sind die Bildungswochen 2026 in Halle.
Organisiert wird die Schau vom Projekt „Chancen für Roma und EU-Zugewanderte in Halle“ der AWO SPI GmbH. Präsentiert werden Fotografien des Künstlers Nihad Nino Pušija, der sich seit mehr als 30 Jahren fotografisch mit Angehörigen der Rom*nja-Community auseinandersetzt.
Sinti*zze und Rom*nja gelten als eine der am stärksten marginalisierten Bevölkerungsgruppen Europas. Ihre öffentliche Wahrnehmung ist bis heute häufig von stereotypen Bildtraditionen geprägt. Nach Angaben der Veranstalter fehlt es weiterhin an Räumen für selbstbestimmte kulturelle Repräsentation und differenzierte Sichtbarkeit. Pušijas fotografische Arbeiten verfolgen das Ziel, einen komplexeren und selbstbestimmten Blick auf Sinti*zze und Rom*nja zu ermöglichen.
Gezeigt werden unter anderem Fotoserien aus der 2024 erschienenen Monografie „In Search of Eldorado – Roma and Sinti in the Struggle for Representation“. Herausgegeben wurde das Buch vom European Roma Institute for Arts and Culture (ERIAC) in Berlin. Die Publikation erschien in deutscher, englischer und romanessprachiger Fassung und wird im Rahmen der Ausstellung ebenfalls präsentiert.
Eröffnet wird die Ausstellung am 6. März um 18 Uhr. Die Rede zur Vernissage hält Gjulner Sejdi vom Romano Sumnal e.V. aus Leipzig. Zum Abschluss der Ausstellung am 29. März um 18 Uhr stellt Nihad Nino Pušija die Monografie persönlich vor und lädt zu einer Diskussion ein.
Die Ausstellung ist jeweils freitags, samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr im BLECH, Am Steintor 19, in Halle geöffnet. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, einen Dialog zwischen Kunst, Zivilgesellschaft und Community zu fördern und eine differenzierte Auseinandersetzung mit Fragen der Repräsentation anzuregen.