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Ausbildungsmarkt bleibt in Bewegung – viele Lehrstellen noch frei

Auch nach dem Beginn des neuen Ausbildungsjahres gibt es in Sachsen-Anhalt noch zahlreiche freie Ausbildungsplätze. Ende August waren bei den Arbeitsagenturen 2.006 unbesetzte betriebliche Ausbildungsstellen gemeldet. Gleichzeitig suchten noch 1.784 junge Menschen nach einem Ausbildungsplatz. Rechnerisch kamen damit auf 100 offene Stellen 89 Bewerberinnen und Bewerber.

Insgesamt haben sich im Ausbildungsjahr 2025/26 9.428 Jugendliche bei den Arbeitsagenturen als Bewerber für eine Ausbildung gemeldet. Das waren 2,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Dem standen 10.775 gemeldete Ausbildungsstellen gegenüber, 3,1 Prozent weniger als 2024/25. Von den betrieblichen Ausbildungsplätzen waren Ende August 6.407 besetzt, 2.006 blieben unbesetzt.

Besonders gesucht werden Nachwuchskräfte im Verkauf und Einzelhandel. Auch in der Lagerwirtschaft und bei den Konstruktionsmechanikern gibt es noch offene Ausbildungsplätze. Die Bundesagentur für Arbeit sieht deshalb auch im September noch gute Chancen für Jugendliche, die bislang keinen Ausbildungsplatz gefunden haben.

Eine abgeschlossene Berufsausbildung verbessert nach Angaben der Arbeitsagentur die Chancen auf dem Arbeitsmarkt deutlich. 2025 lag die Arbeitslosenquote von Menschen ohne Berufsabschluss in Sachsen-Anhalt bei 35 Prozent, bei Menschen mit abgeschlossener Berufsausbildung dagegen bei 5 Prozent. Fachkräfte mit Berufsabschluss verdienten zudem im Durchschnitt rund 719 Euro monatlich mehr als Beschäftigte ohne Ausbildung.

Mehr Auszubildende im Handwerk

Positiv entwickelt sich die Zahl der Auszubildenden im Handwerk. Seit 2022 stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Auszubildenden in diesem Bereich um 2,4 Prozent auf 9.108. Einen wachsenden Anteil stellen ausländische Auszubildende: Ihre Zahl stieg seit 2022 von 477 auf 710, ein Plus von 49 Prozent. Damit sind rund acht Prozent der Auszubildenden im Handwerk ausländischer Herkunft.

Die Bundesagentur sieht weiterhin Handlungsbedarf, um Jugendliche und Betriebe zusammenzubringen. Arbeitgeber müssten bei der Suche nach Nachwuchs stärker mit den Vorzügen ihrer Ausbildungsplätze werben. Neben dem Gehalt könnten etwa Unterstützung bei der Mobilität, flexible Arbeitszeiten und eine Übernahmeperspektive eine Rolle spielen.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen

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