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Archäologentag widmet sich Fälschungen und Geschichtsklitterung

Internationale Tagung vom 7. bis 9. Oktober in Halle

Mit Fälschungen, Betrug und der bewussten Umdeutung archäologischer Erkenntnisse befasst sich der 19. Mitteldeutsche Archäologentag vom 7. bis 9. Oktober 2026 in Halle. Die internationale Tagung trägt den Titel „Fake Prehistory: Fälschung, Betrug und Geschichtsklitterung in der Archäologie“.

Im Mittelpunkt stehen bekannte Fälle gefälschter archäologischer Objekte und Befunde. Diskutiert werden sollen die Motive für Fälschungen sowie deren Auswirkungen auf die Glaubwürdigkeit der Archäologie. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf wissenschaftlichen Methoden, mit denen gefälschte Funde und Befunde erkannt werden können.

Die Tagung befasst sich zudem mit der bewussten Verfälschung und Umdeutung archäologischer Ergebnisse. Dabei geht es unter anderem um die Frage, wie ideologische Interessen die Interpretation archäologischer Erkenntnisse beeinflussen können. Das Programm umfasst Beiträge zur Geschichte der Archäologie, zu historischen Fälschungen und zur modernen Pseudoarchäologie.

Auf dem Programm stehen unter anderem Vorträge zur Fälschung paläolithischer Funde, zur sogenannten Causa Protsch, zu den Tărtăria-Täfelchen, zur Tiara des Saitaphernes und zum Goldkessel aus dem Chiemsee. Auch die Himmelsscheibe von Nebra und die Goldfunde von Bernstorf werden im Zusammenhang mit Fälschungsvorwürfen thematisiert. Weitere Beiträge beschäftigen sich mit ideologischer Vereinnahmung archäologischer Forschung, Pseudoarchäologie und der Frage nach der Echtheit digitaler Forschungsdaten.

Veranstaltet wird der Mitteldeutsche Archäologentag seit 2008 jährlich vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt. Die Tagung findet im Hörsaal I des Steintor-Campus der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg statt. Die Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch.


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