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Arbeitsmarkt im Gastgewerbe Sachsen-Anhalt: Weniger Beschäftigte, mehr Minijobs

Das Gastgewerbe in Sachsen-Anhalt, bestehend aus Beherbergung und Gastronomie, verzeichnet weiterhin Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt. Laut aktuellen Zahlen sank die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von 24.300 im Juni 2019 auf 23.600 Mitte 2025. Besonders stark betroffen waren deutsche Beschäftigte, deren Zahl um 19 Prozent zurückging, während die Zahl ausländischer Arbeitnehmer um 74 Prozent stieg. Auch ältere Beschäftigte sind zunehmend vertreten, ihre Zahl wuchs auf 5.300.

Gleichzeitig nahm die Zahl der Minijobs zu, von 14.700 im Jahr 2019 auf 16.700 im Jahr 2025, was sowohl für deutsche als auch für ausländische Beschäftigte gilt. Saisonale Schwankungen sorgen in den Sommermonaten für zusätzliche kurzfristige Beschäftigungen. Die Zahl der Betriebe sank leicht von 3.830 auf 3.600, während das Medianentgelt Ende 2024 bei 2.413 Euro brutto im Monat lag – damit bleibt die Branche im unteren Einkommensbereich.

Die Corona-Pandemie hinterließ spürbare Folgen: Viele Fachkräfte wechselten in andere Branchen mit besseren Arbeitsbedingungen und kehrten nicht zurück. Die Meldung offener Stellen sank von 900 im Jahr 2019 auf 500 im Jahr 2025. Besonders Fachkräfte-Stellen gingen stark zurück, Helferstellen stiegen dagegen leicht an.

Auch der Ausbildungsmarkt zeigt Engpässe: Während 2019 noch 165 Bewerber auf 600 Ausbildungsplätze kamen, standen 2025 nur 120 Bewerber 250 Stellen gegenüber. Viele Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt, da junge Menschen stärker auf Arbeitszeiten, Einkommen und Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben achten.

Markus Behrens, Vorsitzender der BA-Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen, betont: „Das Gastgewerbe muss neue Wege gehen, etwa durch Qualifizierung eigener Beschäftigter, moderne Arbeitszeitmodelle und angepasste Geschäftsmodelle, um den Fachkräftebedarf nachhaltig zu sichern.“

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