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Arbeitslosigkeit in Sachsen-Anhalt leicht gesunken – Stellenmarkt bleibt verhalten

Die Arbeitslosigkeit in Sachsen-Anhalt ist im Juni leicht zurückgegangen. Nach Angaben der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit waren 87.331 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 937 Personen beziehungsweise 1,1 Prozent weniger als im Mai. Im Vergleich zum Vorjahresmonat blieb die Zahl mit einem Minus von 66 Personen nahezu unverändert. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 7,9 Prozent.

Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion, Markus Behrens, sprach trotz des leichten Rückgangs von einer weiterhin angespannten Lage. Die schwache Konjunktur bremse die wirtschaftliche Entwicklung, zugleich halte der Bedarf an Fachkräften die Beschäftigung weitgehend stabil. Im Juni beendeten rund 4.500 Menschen ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer Beschäftigung.

Der Stellenmarkt entwickelte sich dagegen zurückhaltend. Arbeitgeber meldeten im Juni 2.972 neue Arbeitsstellen und damit neun Prozent weniger als im Mai sowie knapp zwölf Prozent weniger als vor einem Jahr. Insgesamt waren bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern 16.726 freie Stellen registriert – 269 weniger als im Vormonat.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag nach Hochrechnungen im April bei 783.900. Das waren 6.400 Beschäftigte weniger als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig verringerte sich die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung auf 118.008.

Regional wies der Landkreis Börde mit 5,5 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote in Sachsen-Anhalt auf, gefolgt vom Harz mit 5,9 Prozent. Die höchsten Quoten verzeichneten Mansfeld-Südharz mit 10,0 Prozent sowie die Stadt Halle (Saale) mit 9,9 Prozent.

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