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Aktuelle Corona-Lage: Wenige Fälle, aber kein Verschwinden

Viele Menschen haben den Eindruck, Corona sei inzwischen kein relevantes Thema mehr. Die aktuellen Daten zeigen jedoch: COVID-19 kommt weiterhin vor, auch wenn die Fallzahlen insgesamt niedrig sind und in vielen Bereichen rückläufig bleiben.

Viruslast im Abwasser sinkt

Ein wichtiger Frühindikator für das Infektionsgeschehen ist die SARS-CoV-2-Viruslast im Abwasser. In der 6. Berichtswoche (29.01.–04.02.2026) lag die gemittelte Viruslast aller berichtenden Kläranlagen bei 11.500 Genkopien pro Liter Abwasser. Dieser Wert ist in den vergangenen vier Wochen gesunken. Die Daten stammen aus 71 Kläranlagen.

Hospitalisierungen und Intensivbehandlung

Die Zahl der Hospitalisierungen aufgrund schwerer Atemwegserkrankungen lag zuletzt bei 23,3 je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner und ist in den vergangenen vier Wochen gestiegen. Davon entfielen jedoch nur 0,2 Hospitalisierungen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner auf COVID-19, was einen Rückgang im Vier-Wochen-Vergleich darstellt.

Aktuell werden 56 Patientinnen und Patienten mit COVID-19 intensivmedizinisch behandelt. Das entspricht einer Intensivbettenauslastung von 0,4 %. Auch dieser Wert ist in den vergangenen vier Wochen gesunken.

Inzidenz und Arztbesuche

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei 1,8 laborbestätigten COVID-19-Fällen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Dieser Wert ist ebenfalls rückläufig. Die Hospitalisierungsrate mit COVID-19 beträgt 0,6 je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in den letzten sieben Tagen und ist gesunken.

Die Zahl der Arztbesuche wegen akuter Atemwegserkrankungen lag zuletzt bei 1.961 je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner und ist insgesamt gestiegen. Davon standen 15 Arztbesuche je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner im Zusammenhang mit COVID-19, was einen Rückgang gegenüber den vergangenen vier Wochen bedeutet.

Todesfälle und Krankenhäuser

In der letzten Woche wurden bundesweit 60 COVID-19-Todesfälle registriert. Auch diese Zahl ist im Vier-Wochen-Vergleich gesunken. Seit Beginn der Pandemie starben in Deutschland insgesamt 189.329 Menschen an oder mit COVID-19.

Die allgemeine Bettenauslastung auf Normalstationen liegt derzeit bei 79,7 % und blieb in den vergangenen vier Wochen stabil. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Notaufnahmen beträgt aktuell 235 Minuten und liegt damit 41 Minuten über dem Niveau vor der Pandemie.

Regionale Unterschiede

Zwischen den Bundesländern bestehen weiterhin Unterschiede bei der 7-Tage-Inzidenz. Den höchsten Wert verzeichnet derzeit Brandenburg mit 5,3 Fällen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Den niedrigsten Wert weist das Saarland mit 0,9 auf. Sachsen-Anhalt folgt mit dem zweithöchsten Wert von 4,2.

Altersgruppen: Höhere Inzidenz bei Älteren

In allen Altersgruppen ist die 7-Tage-Inzidenz in den vergangenen vier Wochen gesunken. Am höchsten liegt sie aktuell bei den über 80-Jährigen mit 7,7 Fällen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. In der Gesamtbevölkerung beträgt die Inzidenz 1,8.

Situation in Halle

In der Stadt Halle wurden in den vergangenen sieben Tagen neun neue Corona-Infektionen gemeldet. Bei einer Einwohnerzahl von 242.083 ergibt sich daraus eine 7-Tage-Inzidenz von 3,7. Sechs der Fälle betrafen Personen im Alter von 60 bis 79 Jahren, ein Fall eine Person über 80 Jahre und zwei Fälle Personen zwischen 35 und 59 Jahren.

Die aktuellen Zahlen zeigen, dass COVID-19 weiterhin vorkommt, auch wenn viele Kennzahlen seit Wochen rückläufig sind. Das Infektionsgeschehen ist insgesamt auf niedrigem Niveau, verschwindet jedoch nicht vollständig und bleibt regional sowie altersabhängig unterschiedlich ausgeprägt.

Alle Werte stammen aus dem Infektionsradar des Bundesministerium für Gesundheit oder dem RKI

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