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AfD-Kandidat Arendt trotz Disziplinarverfahren vorn – Stichwahl im Saalekreis

Trotz eines laufenden Disziplinarverfahrens hat der AfD-Kandidat Uwe Arendt den ersten Wahlgang der Landratswahl im Saalekreis deutlich gewonnen. Der 59-jährige Kriminalhauptkommissar erhielt nach dem vorläufigen Endergebnis 43,3 Prozent der Stimmen und liegt damit vor dem CDU-Kandidaten Sven Czekalla, der auf 36,6 Prozent kam.

Gegen Arendt läuft derzeit ein Disziplinarverfahren. Die Polizei hat entsprechende Ermittlungen bestätigt, ohne nähere Angaben zu den Vorwürfen zu machen. Medienberichten zufolge soll Arendt während einer Krankschreibung Wahlkampf betrieben und als DJ auf Veranstaltungen aufgelegt haben. Arendt weist die Vorwürfe zurück.

Da keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreichte, kommt es am 28. Juni zu einer Stichwahl zwischen Arendt und Czekalla. Die Linken-Kandidatin Kerstin Eisenreich erhielt 13,2 Prozent der Stimmen, Einzelbewerber Lars Zaruba 6,9 Prozent.

Sollte Arendt die Stichwahl gewinnen, wäre er der erste AfD-Politiker an der Spitze eines Landkreises in Sachsen-Anhalt. Der bisherige Landrat Hartmut Handschak (parteilos) hatte aus Altersgründen auf eine erneute Kandidatur verzichtet.

Die Wahlbeteiligung lag bei 49,3 Prozent. Von den 153.450 Wahlberechtigten wurden 75.018 gültige Stimmen abgegeben.

Der Ausgang der Stichwahl dürfte damit auch vor dem Hintergrund des laufenden Disziplinarverfahrens mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt werden.

One comment on “AfD-Kandidat Arendt trotz Disziplinarverfahren vorn – Stichwahl im Saalekreis”

  1. Reiht sich alles ein in das politische Programm der AfD -Fuzzis im Lande: jetzt bin erst einmal ICH dran. Oder im Plural: Meine Familie und ICH.

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