In ganz Deutschland wird der Tage vor der drohenden Hitzewelle
aus Südeuropa gewarnt. Doch nicht nur uns Menschen, Tieren
und Pflanzen setzt die Sommerhitze zu: Tatsächlich wirkt sie sich
auch auf zahlreiche Medikamente aus, die bei zu großer Hitze ihre
Wirkung vermindern oder gar
gänzlich verlieren können.
Die meisten Arzneimittel vertragen das Lagern problemlos bei
Zimmertemperaturen von bis zu 25 Grad. Doch bei Hitzewellen, wie
der uns bevorstehenden, gebührt empfindlichen Arzneimitteln
besondere Aufmerksamkeit. Darüber informierte nun Dr. Jens-Andreas
Münch, Präsident der
Apothekerkammer Sachsen-Anhalt. „Sie benötigen teilweise sogar
kühle Aufenthaltsorte. Am besten geeignet ist dafür das untere
Gemüsefach des Kühlschranks. Es gibt aber auch Medikamente, wie
Insulin, die immer im Kühlschrank gelagert werden müssen!“
Ganz besonders wichtig in puncto Reiseapotheke ist übrigens: Wer mit Kindern unterwegs ist, hat gern Zäpfchen zur Fiebersenkung mit im Gepäck. „Hier ist besonders wichtig, dass diese nicht allzu großer Hitze ausgesetzt werden. Denn sind Zäpfchen erst einmal geschmolzen und werden dann wieder fest, ist das Arzneimittel nicht mehr gänzlich sicher. Durch das Schmelzen kann der Wirkstoff unterschiedlich verteilt werden und die Wirksamkeit verloren gehen!“, so Dr. Münch.
Wer seine Arzneimittel sicher transportieren will, sollte dafür demnach eine kleine Isoliertasche verwenden und die Tabletten, Salben, Cremes und Tropfen unter dem Beifahrersitz oder im Kofferraum verstauen.
Und auch Asthmatiker, die Dosieraerosole verwenden, müssen auf die Temperaturen Acht geben. Präsident Dr. Münch: „Bei zu starker Sonneneinstrahlung können sich die kleinen Behälter aufheizen und der Innendruck steigen. Dann kann es passieren, dass der Sprühstoß heftiger ausfällt und somit die Dosierung nicht mehr genau ist. Das gilt es natürlich zu vermeiden!“