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65 Jahre Mauerbau: Willingmann erinnert an Opfer des DDR-Grenzregimes

Zum 65. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer hat Sachsen-Anhalts stellvertretender Ministerpräsident Armin Willingmann (SPD) an die Opfer des DDR-Grenzregimes erinnert. Bei einer Gedenkveranstaltung in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn betonte er, Freiheit und Demokratie seien keine Selbstverständlichkeit und müssten immer wieder geschützt und verteidigt werden.

Der 13. August 1961 sei ein „Schicksalstag für Deutschland und Europa“ gewesen, sagte Willingmann. Mit dem Bau der Mauer sei die deutsche Teilung für 28 Jahre in Beton und Stacheldraht festgeschrieben worden. Familien und Freunde seien getrennt, Millionen Menschen ihrer Freiheit beraubt worden.

Willingmann erinnerte auch an die Menschen, die bei Fluchtversuchen an der innerdeutschen Grenze starben, verletzt oder nach gescheiterten Fluchten inhaftiert wurden. Die Opfer beim Namen zu nennen und ihre Schicksale sichtbar zu halten, sei angesichts des einstigen staatlichen Schweigens besonders wichtig.

Zugleich würdigte der Minister den Mut der Menschen, die sich der SED-Diktatur widersetzten und damit zur Friedlichen Revolution und zum Fall der Mauer beitrugen. Auch die Politik der Entspannung habe langfristig dazu beigetragen, den Übergang zu einer neuen Epoche friedlich zu ermöglichen.

Mit Blick auf die Gegenwart warnte Willingmann vor einer Verharmlosung autoritärer Gesellschaftsmodelle. Die Erinnerung an die DDR-Diktatur müsse auch heute dazu anregen, über den Wert von Freiheit und Demokratie nachzudenken. Sein Appell zum Abschluss: „Nie wieder Diktatur.“

Die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn erinnert seit 1996 an die deutsche Teilung und das DDR-Grenzregime. Der frühere Grenzübergang Marienborn-Helmstedt war ab 1974 der größte und bedeutendste Grenzübergang an der innerdeutschen Grenze.

Stichworte: Mauerbau, DDR, Deutsche Teilung, Marienborn, Armin Willingmann

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