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40 Jahre nach Tschernobyl: Willingmann warnt vor Rückkehr zur Atomkraft

Am 26. April 2026 jährt sich die Nuklearkatastrophe von Katastrophe von Tschernobyl zum 40. Mal. Das Ereignis gilt bis heute als eine der schwersten zivilen Atomkatastrophen der Geschichte Europas. Nach der Explosion eines Reaktorblocks im damaligen Kernkraftwerk im Norden der heutigen Ukraine wurden große Teile des Kontinents mit radioaktiven Stoffen belastet, Hunderttausende Menschen mussten langfristig umgesiedelt werden.

Sachsen-Anhalts Energieminister Prof. Dr. Armin Willingmann hat aus Anlass des Jahrestages ein politisches Comeback der Atomkraft in Deutschland deutlich zurückgewiesen. Die Energie aus Kernkraft sei keine Lösung für aktuelle Versorgungsfragen und bleibe mit hohen Risiken sowie erheblichen Kosten verbunden, erklärte er.

Willingmann betonte, die Folgen von Tschernobyl zeigten eindrücklich die Gefahren der Atomenergie – sowohl in Friedenszeiten als auch in Krisensituationen. Zudem sei der Neubau von Reaktoren mit langen Zeiträumen und hohen finanziellen Aufwendungen verbunden, die keine kurzfristige Entlastung der Energieversorgung ermöglichten.

Auch Überlegungen, stillgelegte Atomkraftwerke wieder in Betrieb zu nehmen, erteilte der Minister eine Absage. Die Rückbaumaßnahmen seien bereits weit fortgeschritten, Betreiberunternehmen hätten sich aus dem Bereich zurückgezogen und keine wirtschaftliche Perspektive für eine Rückkehr in die Atomenergie erkennen lassen.

Stattdessen verwies Willingmann auf den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien als zentralen Baustein der künftigen Energieversorgung. Ergänzend seien für eine Übergangszeit regelbare fossile Kapazitäten notwendig, jedoch kein Wiedereinstieg in die Kernenergie. Ziel bleibe eine verlässliche, bezahlbare und klimafreundliche Energieversorgung durch die Energiewende.

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