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22,5 Millionen Euro für Pflanzenforschung in Gatersleben

Das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben erhält 22,5 Millionen Euro vom Land Sachsen-Anhalt. Wissenschaftsminister Armin Willingmann übergab am Mittwoch den Förderbescheid. Das Geld ist für einen neuen Gewächshauskomplex sowie die Erneuerung der Kälte- und Medienversorgung des Forschungsstandorts vorgesehen.

In den neuen Gewächshäusern sollen Pflanzen künftig gezielt unterschiedlichen Umweltbedingungen ausgesetzt werden können. Temperatur, Licht, Luftfeuchtigkeit, Bewässerung und Kohlendioxid lassen sich dabei präzise steuern. So wollen die Forschenden unter anderem untersuchen, welche Nutzpflanzen Hitze, Trockenheit und andere Belastungen des Klimawandels besser verkraften und welche genetischen Eigenschaften dafür verantwortlich sind.

Willingmann bezeichnete die Förderung als Investition in eine klimaresilientere Landwirtschaft. Das IPK verfüge mit seiner Genbank und seiner internationalen Forschungsexpertise über besonders gute Voraussetzungen, um herauszufinden, welche Pflanzen auch unter veränderten Klimabedingungen erfolgreich angebaut werden können.

Auch für den Forschungsstandort selbst hat die Investition Bedeutung. Die bisherigen Gewächshausanlagen sind baulich und technisch veraltet. Nach Angaben des IPK soll die neue Anlage nicht nur bessere Forschungsbedingungen schaffen, sondern auch die Kapazitäten für die Einwerbung weiterer Forschungsgelder erhöhen. Durch die Modernisierung der zentralen Kälteversorgung sollen zudem die Betriebskosten des gesamten Campus sinken.

Die 22,5 Millionen Euro stammen aus der Bund-Länder-Schnellbauinitiative zur Modernisierung der baulich-technischen Infrastruktur von Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Die Baumaßnahme ist Teil des Entwicklungskonzepts „Forschungscampus 2030“ und soll bis Ende 2029 abgeschlossen werden.

Quelle: Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt Sachsen-Anhalt

Bild: KI generiert / Flux2

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