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12 % aller Erwerbstätigen arbeiten in Sachsen-Anhalt im Homeoffice

2023 arbeiteten laut ersten Ergebnissen des Mikrozensus 2023 rund 123 600 Erwerbstätige in Sachsen-Anhalt zumindest teilweise im Homeoffice. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, waren dies 12 % aller 1 001 100 Erwerbstätigen. Im Vorjahr hatten rund 120 300 Erwerbstätige zuhause gearbeitet, was ebenfalls einem Anteil von 12 % entsprach.

Seit 2013 hat sich der Anteil der im Homeoffice Arbeitenden verdoppelt: Damals arbeiteten rund 64 200 Erwerbstätige (6 %) im Homeoffice. Auch 2019, dem Jahr vor der Corona-Pandemie, nutzten nur 64 400 Erwerbstätige das Homeoffice (6 %). Die größte Steigerung wurde 2020 beobachtet. 2020 lag der Anteil mit 95 800 Erwerbstätigen im Homeoffice bereits bei 10 %.
Im Homeoffice wurde 2023 nahezu gleichermaßen von männlichen und weiblichen Erwerbstätigen gearbeitet. So arbeiteten 63 500 Männer und 60 100 Frauen von zuhause aus. Betrachtet man die Stellung im Beruf, hatte das Homeoffice vor allem für die Gruppe der Angestellten eine große Bedeutung: insgesamt 9 % der Erwerbstätigen im Homeoffice waren Angestellte und gaben 2023 an, in den letzten 4 Wochen vor dem Berichtszeitraum „an jedem Arbeitstag“, „an mindestens der Hälfte der Arbeitstage“ oder „an weniger als der Hälfte der Arbeitstage“ von zu Hause aus gearbeitet zu haben. 48 % der im Homeoffice arbeitenden Angestellten waren allerdings an weniger als der Hälfte der Arbeitstage am heimischen Arbeitsplatz.

27 % der im Homeoffice Erwerbstätigen arbeiteten 2023 an jedem Arbeitstag im häuslichen Arbeitszimmer. Im Vorjahr war der Anteil mit 30 % noch etwas größer, 2020 waren es 34 %.
Bei den Angaben handelt es sich um Ergebnisse des Labour Force Survey (LFS; übersetzt: integrierte Arbeitskräfteerhebung), welcher in Deutschland als Unterstichprobe im Rahmen des Mikrozensus erhoben wird. Für diese Unterstichprobe werden höchstens 45 % der Haushalte der Gesamtstichprobe befragt und diese Ergebnisse dann auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet.
Bei den Ergebnissen für 2023 handelt es sich um erste Ergebnisse des Mikrozensus 2023. Der Mikrozensus ist eine jährliche 1%ige Stichprobenerhebung der Privathaushalte.

8 comments on “12 % aller Erwerbstätigen arbeiten in Sachsen-Anhalt im Homeoffice”

  1. Warum nennt man es nicht auch einfach „Arbeitskräfterhebung“ anstatt „dingsbumbs-Survey“, oder wird der Mikrozensus von nichtdeutschen Muttersprachlern erstellt? Wenn ich von zuhause aus arbeiten muß, dann bin ich im Heimbüro. Das ist ein euphemistischer Begriff für Eßtisch.

    Der/die/das … Survey … schreibt nur von männlichen und weiblichen Erwerbstätigen, die Diversen werden unterschlagen. Ist das nicht diskriminierend oder gar rechtswidirig?

    „Betrachtet man die Stellung im Beruf, hatte das Homeoffice vor allem für die Gruppe der Angestellten eine große Bedeutung: insgesamt 9 % der Erwerbstätigen im Homeoffice waren Angestellte …“. Für die restlichen 91% (wer immer das auch sei, auf jeden Fall aber die überwältigende Mehrheit) ist Homeoffice also mehr oder weniger bedeutungslos. Jaja, die Prozentrechnung.

  2. Was ist gut an Homeoffice?
    Ist das Klima seither besser geworden?
    Diese Art der Arbeit ist einem geringen Teil von Angestellten vorbehalten die in die soziale Einsamkeit verfallen.
    Eine echte „Bürotruppe“ ist nicht zu ersetzen.

  3. Homeoffice hat beispielsweise den Vorteil, dass Wegestrecken und -zeiten entfallen, und dadurch Geld und Energie eingespert werden können.

    „Bürotruppen“: Büros sind nicht zum Schwatzen und Tratschen da. Andere wollen dort konzentriert arbeiten.

  4. Also wer im Homeoffice vereinsamt, sollte sich Freunde suchen. Dafür spart man viel (Lebens) Zeit, ist deutlich flexibler. Solange es die Wohnsituation und Arbeit mitmacht ist es schon für Viele ein Plus.

  5. „Also wer im Homeoffice vereinsamt, sollte sich Freunde suchen“

    Freunde sucht man nicht, auch nicht im Büro. Man findet sie. Ist eine Frage der Lebenshaltung.

  6. Wenn man im Homeoffice vereinsamt sollte man aber durchaus aktiver werden. Nur so.

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