Startseite Foren Halle (Saale) Tullner:Unterrichtsversorgung geht vor Inklusion

Dieses Thema enthält 45 Antworten und 13 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Profilbild von Gondwana Gondwana vor 1 Woche, 4 Tagen.

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  • #285969

    Wobei du mit Pseudolehrern wahrscheinlich Quereinsteiger meinst. Wir brauchen Sie und wenn wir sie entsprechend fortbilden, ist daran nichts auszusetzen. Jahrelang verfehlte Einstellungspolitik, ist jetzt nicht rückgängig zu machen. Noch können wir keine Lehrer backen.

    Das Land und insbesondere das Schulamt hat weder Plan und noch Konzept für die Quereinsteiger. Das Schulamt lässt diese einfach ohne Hilfe und Unterstützung auflaufen und wenn es dann erwartbar schief geht, dann wird von Seiten des Schulamtes über die Schwierigkeit der Quereinsteiger gejammert.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Wochen, 5 Tagen von Profilbild von fractus fractus.
    #286064

    Das Schulamt ist eine umsetzende Behörde des Bildungsministeriums. Dass es keine Konzepte gibt, liegt an unserem Bildungsminister. Er lässt DAZ Kräfte, die übrigends qualifiziert wurden, auslaufen. Die Qualifizierung von Quereinsteigern hat noch gar nicht begonnen und du hast Recht, wenn hier keine Unterstütung erfolgt, werden die Quereinsteiger massenhaft scheitern und das wäre zum Teil sehr schade.

    #286066

    Jahrelang verfehlte Einstellungspolitik, ist jetzt nicht rückgängig zu machen

    Ein Jahr verfehlte Zuwanderungspolitik ist jetzt nicht mehr rückgängig zu machen.

    #286076

    Das Schulamt ist eine umsetzende Behörde des Bildungsministeriums. Dass es keine Konzepte gibt, liegt an unserem Bildungsminister.

    So einfach würde ich es mir nicht machen. Sobald über Quereinsteiger geredet wird, gibt es von Seiten des Schulamtes skeptische bis abwertende Kommentare, die auch in den entsprechenden Artikeln der MZ zu finden sind.

    Aber da ich selbst zu den gescheiterten Quereinsteigern gehöre, können vielleicht ein paar eigene Erfahrungen die Debatte versachlichen.

    Ich selber hatte mich im Rahmen des Einstellungsprogrammes im Sommer 2016 als Lehrer beworben, auf alle Plätze die für meine eigene Qualifikation in Fragen kämen.

    ca. 2 Woche vor Schulbeginn bekam ich daraufhin eine E-Mail vom Schulamt, das ich aufgenommen worden würde und ich sollte umgehend per E-Mail die Stelle annehmen (sowie eine E-Mail-Erklärung abgeben, dass ich mich rechtsverbindlich verpflichte die Stelle auch wirklich anzutreten – aus formalen Gründen war diese Erklärung natürlich in keinster Weise rechtsverbindlich). Den letzten Werktag vor Arbeitsantritt (und drei Arbeitstage vor Schulbeginn) bekam ich daraufhin einen Termin bei einer Sachbearbeiterin zu Unterzeichnung meines Arbeitsvertrages. Ein Einstellungsgespräch fand nicht statt.

    Im Arbeitsvertrag stand sofort eine Vollzeitstelle (25h/Woche) drinnen. Aus Einarbeitungsgründen hätte ich eine halbe Stelle bevorzugt. Da aber am Anfang pro gehaltener Schulstunde eine Vorbereitung von 2h realistischer weise anzusetzen ist (zumindest für mich als Quereinsteiger), kann sich jeder die daraus folgende Wochenarbeitszeit vorstellen.

    Es sei angemerkt, das angehende Lehrer nach einem erfolgreich absolviertem Lehramtsstudium (1. Staatsexamen) als Referendare eine Stundenzahl von 14h/Woche zu absolvieren haben und trotzdem über die Arbeitsbelastung stöhnen.

    Als Lehrer bekam ich eine Stelle an einer sozialen Brennpunktschule zugewiesen. Lehrer aus meinem Bekanntenkreis schüttelten über die Schule nur den Kopf und winkten ab, weil sie dort nicht freiwillig arbeiten würden wollen.

    Offensichtlich hat sich in meinem Fach keiner der angehenden Lehrer auf diese Schule hin beworben, weswegen das Schulamt es für sinnvoll erachtet hat, an einer solchen Schule einen Berufsanfänger als Quereinsteiger (d.h. ohne fachgerechte Ausbildung) einzusetzen. Ob diese Einstellungspraxis administrativ sinnvoll war, wage ich hier zu bezweifeln.

    Es gab noch die eine oder andere Sache an der Schule die nicht so gut lief (andere liefen besser), aber doch auf zwei Highlights will ich hinweisen.
    Die Hospitation des Schuldirektors (gleiches fach) nach einem ziemlich vergurkten Unterricht (ich selber habe das ihm gegenüber ebenfalls so eingeschätzt): Ich erfuhr das eine Beschwerde beim Schulamt gegen mich vorliege bezüglich meiner Benotung, worauf er alle meine Noten gestrichen hätte. Ich bekam die konkrete Vorwürfe nie erklärt, und konnte mich demzufolge nie dazu äußern. Darüberhinausgehend wurde ich wie ein fauler Schüler abgekanzelt, eine sachliche Auseinandersetzung über die Stunde fand nie statt.

    (Bsp: ich machte eine Schülerexperiment, wozu die Schüler Dinge von zu Hause mitzubringen hätten. Natürlich hatten nicht alle Schüler ihre Sachen mit, obwohl ich bereits eine Woche vorher mit dem Einsammeln angefangen hatte: fehlende Materialien glich ich dort aus privaten Vorräten aus: Vorwurf des Schuldirektors: Was hätte ich gemacht, wenn nicht alle Schüler Materialien mitgebracht hätten: Normalerweise hätte er dies merken müssen, wenn er beim hospitieren nicht nur körperlich anwesend gewesen wäre)

    Die bitte um von mir benötigte konkrete Hilfe wurde offen abgelehnt. Hier ging es mir um die zu berücksichtigenden, entwicklungsspezifischen Voraussetzungen für den Unterricht in den verschiedenen Schuljahren, die mir als Quereinsteiger fremd waren; zwei Nachmittage je ca. 2h hätten da gereicht.

    Eine spätere Hospitation der Fachdidaktikerin des Schulamtes lief dann ähnlich ab. Nach meinen Erfahrungen beim Schuldirektor war mir von vorneherein klar, das es nur darum ging einen Vorwand für meine Entlassung zu finden. Bei der Einführung der physikalischen Größe Druck, legte ich großen Wert auf das Verständnis von Druck als Zustandsgröße. Hierzu verwendete ich ein Stundenkonzept des Fachbereiches Didaktik von der Uni Kiel. Genau dieses Vorgehen wurde mir zum Vorwurf gemacht. Die Fachdidaktikerin des Schulamtes war nicht in der Lage, das entsprechende wissenschaftlich erarbeitete didaktische Vorgehen zu erkennen und kritisierte dies entsprechend. Eine Erklärung bzw. Rechtfertigung meinerseits war nicht vorgesehen und fand entsprechend nicht statt. (ebenso wie bei der kritisierten Notengebung eine Anhörung meinerseits nie stattfand).

    In einer sinngemäße Aussage der zuständigen Fachdidaktikerin warf diese mir vor, dass ich nicht zu den Leuten gehöre, die auch ohne pädagogische und didaktische Qualifikation den Lehrerberuf ausüben können. Ein Angebot diese entsprechende pädagogische und didaktische Erfahrung berufsbegleitend zu erwerben hat es nie gegeben.

    Anhand meiner persönlichen Erfahrungen halte ich es für kurzsichtig, alle Probleme dem Ministerium anzulasten. Das Schulamt (mit dem von einigen hier über den gründen Klee gelobten Leiters) hat hier ebenso versagt, da Quereinsteiger auf Fachebene offensichtlich nicht gewollt sind und der Quereinstieg entsprechend sabotiert wird.

    Es sei von mir noch darauf hingewiesen, das es aufgrund der Erfahrungen in Sachsen mittlerweile ein dreimonatiges Qualifikationsprogramm für Quereinsteiger gibt.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Wochen, 2 Tagen von Profilbild von fractus fractus.
    #286078

    Ist ja auch absurd, anzunehmen, daß man „auch ohne pädagogische und didaktische Qualifikation den Lehrerberuf ausüben könne“ Wer sowas raushaut, und noch von fachbegleitender Stelle, hat wohl echt alles vergeigt.
    Warum dauert ein Studium 8-10 Semester (sogar früher in der Gescholtenen waren es 4 jahre incl. Schulpraktikum), und warum wird dort überhaupt dann Didaktik und Methodik gelehrt, wenn (man) das ja auch ohne könne? Dann kann ja jeder den Lehrerberuf ohnewas ausüben… toll, was sich da für Sparmöglichkeiten ergeben…
    Aber tröste Dich, ich hatte bereits 1981/82 ein solches Noten-Problem, mit gleichem Ausgang, der allerdings wegen Verallgemeinerungsgefahr tan der Schule vom Kollegium abgelehn wurde… Letztendes bin ich aus „politischen“ Gründen aus dem Dienst geschieden…

    #286079

    @schulze,

    Danke für deinen Kommentar, Ich sehe diese genauso.

    Ich habe mein Scheitern nie persönlich genommen, da ja staatlicherweise (Schulamt, Schule) die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Quereinstieg nicht gegeben sind, so dass ein Quereinstieg allenfalls nur zufällig erfolgreich ist.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Wochen, 2 Tagen von Profilbild von fractus fractus.
    #286081

    Nach seinem Abitur wird der Schüler kurze Zeit später mit didaktisch nicht oder wenig ausgebildeten Hochschullehrern konfrontiert. Warum klappt es da? (Mal mehr, mal weniger, es gibt solche und solche Lehrer…)

    #286082

    ach seinem Abitur wird der Schüler kurze Zeit später mit didaktisch nicht oder wenig ausgebildeten Hochschullehrern konfrontiert. Warum klappt es da? (Mal mehr, mal weniger, es gibt solche und solche Lehrer…)

    Dss meinst du jetzt aber nicht ernst? Du willst hier Äpfel mit Kirschen vergleichen.

    #286083

    Mein ich schon ernst. Warum gehts „nachher“ ohne Didaktik?
    (Das Einsatzfeld für Quereinsteiger-Lehrer würde ich nicht bei den unteren Klassen, sondern eher bei den Großen sehen.)

    #286092

    Warum werden denn dann überhaupt noch Lehrer ausgebildet, wenn es nach deiner Diktion auch ohne ginge? Dann könnte das ja jeder Müllfahrer oder Nachrtwächter machen…

    #286094

    Nach seinem Abitur wird der Schüler kurze Zeit später mit didaktisch nicht oder wenig ausgebildeten Hochschullehrern konfrontiert

    Dafür wirst du sicher noch viel Haue bekommen, weil fachliche Kompetenz von studierten Lehrämter immer argwöhnisch beäugt wird. Aber recht hast Du. Ich hatte eine Chemielehrerin, die mich von der 5. Klasse erst als Klassenlwhrerin, dann im LK zum Abi geführt hat: einzige Qualifikation: promovierte Chemikerin, dazu einige Jahre in der Industrie als Forscherin. Sie hat es aber geschafft, pubertierenden Schülern Begeisterung für Chemie zu vermitteln.

    #286096

    Mal ein Beispiel von ausgebildeten „Didaktikern“: Es ist in der Didaktik so ziemlich unumstritten, dass es keinen Schüler gibt, der ein Interesse für ein bestimmtes Fach hat. Jeder Schüler hat auch innerhalb eines Faches Stärken oder Schwächen, somit größeres oder kleineres Interesse bei bestimmten Themen. Antatt die Stärken zu fördern, indem man Schülern individuell bestimmtte Themen für Kontrollen anbieten, werden von vielen Öehrkräften die Schwächen in den Vordergrund gestellt, was auf lange Sicht zur Demotovation des Schülers führt. Dann ist Unterrict schnell für die „Tonne“.

    #286114

    @fractus deine Erfahrungen mit Schule als Quereinsteiger verdeutlichen genau das Problem. Quereinstieg geht nicht mit 25 Stunden. Wenn du nur 2Stunden Vorbereitungszeit gebraucht hast, bist du schon gut die meisten brauchen 3.
    Das Problem ist, dass wir die „Sau ständig wiegen aber nicht mästen“. Eine Begutachtung einer Stunde macht nur Sinn, wenn ich vorher auch in Weiterbildung investiert habe.
    Für die Gewährung von berufsbegleitender Fortbildung ist das Bildungsministerium zuständig. Dieses regelt die Stunden (vielleicht wären 14h Unterricht und 6 Stunden Fortbildung sinnvoll) und beauftragt das LISA.

    #286115

    hei-wus Chemielehrerin war bestimmt ein Naturtalent. Allerdings bezweifle ich, dass hei-wu in eine Brennpunktschule gegangen ist.

    #286116

    1.Man sollte Bildungspolitik nicht nur nach den Maßgaben der Sonderpädagogik gestalten.
    Spätestens an der Uni kommt sonst das böse erwachen. Obwohl: seit Bologna bin ich mir da auch nicht mehr ganz sicher.

    2. Die Erlebnisse von @fractus sprechen Bände. „Naturtalente“ scheint es mehr zu geben, als man denkt. Sie scheitern offenbar an phantasielosen Vorgaben und schulbürokratischer Borniertheit. Schade eigentlich.

    #286118

    Wir schließen von Dobrint auch nicht auf das westdeutsche Schulsystem, ich tippe auf didaktische Vererbung nach SfK!
    Gilt auch für besagten Minister! Scheinbar treibt jedes Schulsystem so seine Blüten, nicht alles kann man der Sonderschulpädagogik anlasten!
    Bestanden ist bestanden, und wenn nach Lenin die Köchin regieren kann, kann es auch unser Hilfskoch!

    #286121

    Warum werden denn dann überhaupt noch Lehrer ausgebildet, wenn es nach deiner Diktion auch ohne ginge?

    Ich sage nicht, dass die Lehrerausbildung überflüssig ist. Fachliche Grundlagen werden sicherlich benötigt, ebenso didaktisches Wissen und die Bereitschaft, dieses umzusetzen. Einiges davon sind Methoden, die man rasch erlernen kann. Bei ausreichendem Geschick, Interesse und Experimentierfreudigkeit kann man diese anwenden und alle davon profitieren lassen.
    Vorteile hat auch der mit eigener Erziehungserfahrung.

    Dem interessierten Quereinsteiger könnte man unterstellen, dass er solche Qualifikationen mitbringt

    #286281

    Wie kommst du darauf, dass Bildungspolitik nach Maßgaben (?) der Förderpädagogik gestaltet wird?

    #286286

    Weil, wie die leidvollen Erfahrungen von Fractus zeigen, pädagogisch fragwürdige Dogmen wohl wichtiger sind als fachliché Kompetenzen des Lehrers. Letzterer hat sich ja lediglich erdreistet, eine andere (erprobte) didaktische Form für die Vermittlung seiner Lehrinhalte anzuwenden. Ich bin durchaus der Ansicht, dass die Freiheit von Forschung und LEHRE auch engagierten Schullehrern zustehen sollte.

    Im vorliegenden Fall drängt sich mir der Eindruck auf, dass der Lehrer nicht vor der Klasse, sondern vor der Schulaufsicht gescheitert ist. Schade um einen möglicherweise guten Lehrer.

    #286382

    Quereinstieg geht nicht mit 25 Stunden.

    Es wäre schon einmal viel geholfen, wenn die Entscheidung zum Quereinstieg nicht erst einen Tag vor Beginn der Schuljahresvorbereitungswoche fallen würde. Sowohl die Schüleranzahl wie auch der Lehrerbedarf ist langfristiger bekannt, so dass eine Entscheidung deutlich früher getroffen werden könnte. Neben möglichen Qualifizierungsmaßnahmen für Quereinsteiger im Vorfeld würde das auch der Lebensplanung regulärer Lehrerbewerber entgegenkommen.

    (vielleicht wären 14h Unterricht und 6 Stunden Fortbildung sinnvoll)

    Sinnvoll wäre auch eine Art Mentorenprogramm, ähnlich dem während des Referendariats. (durchaus auch in abgespeckter, rudimentärer Form)

    Das Problem ist, dass wir die „Sau ständig wiegen aber nicht mästen“. Eine Begutachtung einer Stunde macht nur Sinn, wenn ich vorher auch in Weiterbildung investiert habe.

    Vor allem sollte das Schulamt nicht davon ausgehen, mit der Einstellung von Quereinsteigern sofort vollwertige Lehrer zur Verfügung zu haben. Das führt allenfalls zu Zufallstreffern. Gerade hier wäre eine längerfristige Einarbeitungsstrategie gefragt. Kein Wirtschaftsunternehmen auf dem freien Markt kann sich eine so schludrige Einstellungs- und Einarbeitungspraxis ökonomisch erlauben.

    Im vorliegenden Fall drängt sich mir der Eindruck auf, dass der Lehrer nicht vor der Klasse, sondern vor der Schulaufsicht gescheitert ist. Schade um einen möglicherweise guten Lehrer.

    Mir ging es hier um die doch sehr punktuelle und dadurch willkürliche Begutachtungspraxis, mit einer doch sehr eingeschränkten Zielvorgabe (heuern oder feuern)
    Quereinstieg heißt zudem die spezifischen fachlichen Qualifikationen des Bewerbers für die pädagogische Praxis nutzbar zu machen. Neben einer doch etwas sorgfältigeren Auswahlpraxis (Einstellungsgespräch zur Ermittlung des sinnvollsten Einsatzgebietes) frage ich mich, ob für einen promovierten Physiker (=fachliche Qualifikation) der Einsatz in einer Brennpunktschule die richtige Wahl ist. Da in Klassen, die oft nur mit Mühe Hauptschulniveau erreichen, die fachliche Qualifikation eher eine untergeordnete Rolle gespielt hat.

    Zudem ist angesichts der erforderlichen pädagogischen Bandbreite mit individuellem Förderbedarf, Sprachbarrieren, funktionalem Analphabetismus bis hin zu schulischem Desinteresse und Schulverweigerung die notwendige individuelle Förderung angesichts des hohen Aufwandes zur Stundenvorbereitung bei mir definitiv zu kurz gekommen. Es lag aber nicht am individuellem Willen sondern am Umfang der erst noch zu erarbeitenden grundlegenden pädagogischen und didaktischen Fähigkeiten.

    Im Nachgang bin ich so nicht ganz unfroh dieser Tretmühle entkommen zu sein.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Woche, 4 Tagen von Profilbild von fractus fractus.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Woche, 4 Tagen von Profilbild von fractus fractus.
    #286387

    Zudem ist angesichts der erforderlichen pädagogischen Bandbreite mit individuellem Förderbedarf, Sprachbarrieren, funktionalem Analphabetismus bis hin zu schulischem Desinteresse und Schulverweigerung die notwendige individuelle Förderung angesichts des hohen Aufwandes zur Stundenvorbereitung bei mir definitiv zu kurz gekommen.

    Wahrscheinlich muss man das Hauptaugenmerk auf diese grundlegende didaktische Frage legen: Wo hole ich die Schüler ab, wie kann ich sie „packen“, wofür brennen sie? Darauf den (aus Wichtigste reduzierte) Inhalt abstimmen.
    Rät Gondwana, heute in Kritikerhosen.

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