Start Foren Halle (Saale) Streunerkatzen kastrieren

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Dieses Thema enthält 84 Antworten, hat 14 Stimmen, und wurde zuletzt vor vor 1 Jahr, 7 Monaten von Profile photo of wunderlich wunderlich aktualisiert.

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  • #126406

    Auf Antrag der SPD-Fraktion sollen die Tierschutzvereine aus dem städtischen Haushalt 10 000 Euro für die Kastration von Streunerkatzen erhalten, einen Finanzierungsvorschlag wurde nicht gemacht.
    Die Verwaltung schlägt die Ablehnung dieses Antrages vor, da eine Zunahme der Streunerkatzen nicht erkennbar ist.

    #126407

    Die Verwaltung schlägt die Ablehnung dieses Antrages vor, da eine Zunahme der Streunerkatzen nicht erkennbar ist.

    stützt man sich bei dieser aussage tatsächlich auf verlässliche daten von leuten, die sich mit sowas auskennen und im stadtgebiet regelmäßig in sachen tierschutz unterwegs sind? vermutlich nicht, also handelt es sich um bloße vermutung oder wunschdenken.
    abgesehen davon reichen schon ein paar wenige unkastrierte streunerkatzen aus, um in wenigen jahren eine große population aufzubauen. insofern muss man bei dieser angelegenheit zwingend in die zukunft denken, wenn man eine verantwortungsvolle strategie verfolgt, und man darf nicht glauben, dass untätigkeit den jetzt-stand (wie auch immer der sein mag) erhält.

    #126410

    Die Stadtverwaltung stützt sich auf Angaben, die von den Tierschutzvereinen selbst gemacht wurden, du kannst es in der Stellungnahme der Verwaltung nachlesen.

    #126430

    Werden jetzt Moderatoren auch moderiert?

    #126431

    Wie wäre es mit einem kostenlosen Mittagessen für Streunerkatzen?

    #126444

    Bekommen sie ja in der Katzenfalle, aber danach gehts zum Kastrieren.

    #126445

    Bekommen sie ja in der Katzenfalle, aber danach gehts zum Kastrieren.

    #126413

    Richtigstellung: Die Zählung erfolgte nur von einem Verein. Und die Vereine sollen weiterzählen und können doch nur die stärksten Tiere zählen, die anderen werden verdrängt und können so nicht mitgezählt werden. Zirkadian hat recht.

    #126447

    Kostenlos gibt es nicht. Höchstens umsonst. Es braucht immer einen, der bezahlt. In diesem Fall die Vereine. Und die Katzenzählung funktioniert nur, wenn alle Katzen, die gezählt werden sollen, an einer Katzenfutterstelle auch Platz haben.
    Aber die Starken verdrängen die Schwachen. Und zu zählen scheint auch nur ein Verein. Und “lustig” machen gilt nicht, wenn das Veterinäramt (Schwarzer) aussagt, das eine Katzenzählung nicht stattgefunden hätte. Eine weitere Stellungnahme der Stadt stellte dies als falsch dar. Gab es auch noch nicht, dass im Nachgang die Verwaltung ihre Stellungnahme neu verfasste.

    #126549

    Auf Antrag der SPD-Fraktion sollen die Tierschutzvereine aus dem städtischen Haushalt 10000 Euro für die Kastration von Streunerkatzen erhalten, einen Finanzierungsvorschlag wurde nicht gemacht.

    du hast das wort “wieder” vergessen:

    Über viele Jahre hinweg haben der Tierschutzverein Halle e.V., der Katzenschutzverein Halle e.V. und der Kleintierschutzverein Felidae e.V. diese Aufgabe übernommen und im Zuge der Kastrationsaktionen auch die Größe der Streunerpopulation erfasst. Die Stadt hat diese Tätigkeit der Vereine mit jährlich 10.000 Euro bezuschusst. 2011 wurde diese Summe der Haushaltskonsolidierung geopfert.

    http://www.spd-fraktion-halle.de/de/stellungnahmen/#lpparagraph3

    #126569

    Warum eigentlich die ganze Aufregung. Die Vereine sollten die Katzen einfangen und im städtischen Tierheim abgeben, das ja die Aufgabe “2. Aufnahme und Pflege von herrenlosen Tieren und die Vermittlung an einen neuen Besitzer.
    (Herrenlose Tiere sind Haus- und Heimtiere, deren Besitzer unbekannt ist, die also in der Regel
    ausgesetzt wurden.)” hat. http://www.zoo-halle.de/tierheim/cms/index.php?unsere-aufgaben

    #126603

    Nun lassen sich allerdings Katzen, die ihr ganzen Leben auf der Straße gelebt haben, nicht ohne weiteres als Wohnungskatzen vermitteln. Die Folge wären überquellende Tierheime. Die Kastration hat sich dagegen als Mittel zur Begrenzung der Anzahl von Streunern bewährt.

    #126605

    Warum ist der Handel mit Katzenfellen eigentlich verboten, sie sollen doch gut gegen Rheuma sein. Schafe sind auch Haustiere und mit deren Fellen wird gehandelt.

    #126621

    @ wolli
    Willkommen im Club. Auch Katzen und Hunde kann man essen (muß man aber nicht!)http://www.julis-lsa.de/69-0-Landwirtschaft-Umwelt-und-Forschung-.html#Schlachtverbot
    @ Alles Lüge
    Die Stadt geht ja davon aus, dass es in Halle kein Problem mit den Katzen gibt. Also wird es auch keine überquellenden Tierheime geben. Und das städtische TH weiß bestimmt, wie man nicht vermittelbare Katzen “entsorgt”. Hier gehen jährlich mehr Katzen zu als abgehen. Und wo die bleiben, weiß keiner. In 2013 sind z.B. 170 Katzen untergebracht worden und nur 120 haben das TH wieder verlassen. (Stadt Halle V/2014/12608 v.18.03.14)Das sind mehr übriggeblieben, als das TH Kapazitäten hat.

    #126629

    Warum ist der Handel mit Katzenfellen eigentlich verboten, sie sollen doch gut gegen Rheuma sein. Schafe sind auch Haustiere und mit deren Fellen wird gehandelt.

    Nun habe ich in etwa eine Vorstellung wer die fünf Katzen bei “Felidae” gestohlen hat und auch warum!

    #126633

    Und dass in Halle die freilebenden Katzen weniger werden und die TSV gezwungen sind, in benachbarte Kreise auszuweichen, um Geld, was sie nicht haben, auszugeben, beweist gerade das Katzenhaus in der Krukenbergstraße. “Für 25€ kann dann eine Katze, für 15€ ein Kater bei uns kastriert werden. Den Restbetrag gleicht das Katzenhaus in Halle aus.”
    Amtsblatt Löbejün – Wettin Katzenkastration + Katzenhaus Halle http://www.wittich.de/nc/produkte/online-lesen/ihr-mitteilungsblatt/detailartikel/titel/2973/artikel/180031015545/ausgabe/14-46/ergebnis/1/
    Die halleschen Bürger spenden also für die Katzenkastrationen im Saalekreis? und kann nicht mal die Heizkosten vom Vorjahr begleichen???????????
    Dafür wird auch die STADT Halle ihr “Zwiebelleder” nicht aufmachen. Leidtragende sind die anderen TSV. Und da es ein “Tierschutzkonzept” in Halle noch nicht gibt, wird es auch kein Geld für Katzenkastrationen geben. Der OB hat ja seit der Stadtratssitzung am 26.11.2014 ein neues Motto: “Ohne Konzept kein Geld!” Aber das Motto ist nur rethorisch, siehe Kleingartenkonzeption. Sie ist da, und es gibt trotzdem kein Geld.

    #126634

    Warum ist der Handel mit Katzenfellen eigentlich verboten, sie sollen doch gut gegen Rheuma sein. Schafe sind auch Haustiere und mit deren Fellen wird gehandelt.

    Weil Katzen niedlich sind und Schafe nicht.

    #126644

    Da hat der Weihnachtsmann ja Glück! Der ist auch niedlich. Aber das Kastrieren von Katzen ist die beste Möglichkeit, das Katzenelend in der Stadt Halle zu beseitigen. Und darum geht es ja hier. Auch sollten die Katzen, die sich einmal “unterm Messer” befinden, gechippt und registriert werden, was auch nicht alle Vereine finanziell leisten können.

    #126989

    Warum ist der Handel mit Katzenfellen eigentlich verboten, sie sollen doch gut gegen Rheuma sein.

    und nashorn-hornpulver gut für die potenz… es “soll” und “kann” alles mögliche “gut” sein – meist nur für die händler.

    #127004

    Katzenfell gegen Rheuma können wir abhaken:
    “Katzenfelle sind gut gegen Rheuma und zwar so gut wie jedes andere Tierfell. Du kannst Dir auch ein Kuhfell auflegen, ein Schaffell oder eine Wärmflasche – auch wenn die keinen Pelz hat. Katzenfelle sind dicht und weich, weshalb sie bei der Wärmeanwendung geschätzt wurden. Das aber zu einer Zeit, als man viele Möglichkeiten der Wärmeanwendung noch nicht kannte, die man heute hat. Früher legte man sich gegen Rheuma auch mal in einen Ameisenhaufen. Heute gibts Medikamente mit Ameisensäure… “Rheuma” ist übrigens ein Sammelbegriff für eine ganze Reihe von Erkrankungen verschiedener Ausprägung und Ursache. Bevor Du Dir ein Katzenfell kaufst (gibts im Fachhandel immer noch, z. B. aus Abdeckereien), kauf Dir eine gute Wärmflasche, ein Kirschkernkissen oder eine Wärmesalbe aus der Apotheke. Nachdem rheumatische Erkrankungen systemische Erkrankungen sind, ist es sinnvoll, sie auch mit systemischen Mitteln zu behandeln, nämlich mit geeigneten Medikamenten. Die Wärmeanwendung kann lindern, ist aber kein Heilmittel gegen die Grunderkrankung.”

    #127013

    Eine lebendige Katze als Wärmflasche wirkt immer noch am besten.

    #128819

    15.12.2014 Heute auf der Titelseite der MZ: Streunende Katzen als Plage. Halle ist entweder eine Insel oder die Katzen haben die Stadt fluchtartig verlassen. Ab jetzt müsste jede Entscheidung des Stadtrates oder der Verwaltung “wissenschaftlich” begründet werden. http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/sachsen-anhalt-streunende-katzen-als-plage,20641266,29335672.html
    (Aber nur in Bezug auf die freiwilligen Leistungen der Stadt)
    Der Nutzen von Zuwendungen müsste dann wissenschaftlich begründet werden.

    #128825

    @wunderlich: den Artikel habe ich auch gelesen, und bei der Wortwahl “Katzenplage” bin ich an die Decke gegangen. Nicht deshalb, weil ich selber Katzen habe, sondern mir das schlichtweg als biologischer Unfug daher kommt. Die Behauptung des Jägers, Katzen würden massenhaft Kaninchen und Vögel jagen, ist Unfug. Bezüglich der Kaninchen muß man mal konstatieren, dass hier wohl vorwiegend der Futterneid des Jagdpächters ausschlaggebend ist. Kaninchen gehören erst seit dem Mittelalter überhaupt zur Fauna Mitteleuropas. Sie sind also genau so wie felis silvestris var lybica ( f. catus) Kulturfolger des Menschen. Zum üblichen Beutespektrum der Freigängerkatzen gehören übrigens zu 90-95% Kleinnager (Mäuse etc.). Und 3000 halbwilde Katzen definieren keine “Plage”. Würden Katzen fehlen, dann würde in dem ohnehin artifiziellen städtischen Biotop die Räuberlücke entweder von anderen Tieren besetzt (–> “Fuchsplage”), oder der städtische Kammerjäger dürfte sich mit einer Mäuseplage beschäftigen. Zur Kastration: sicher eine Möglichkeit, wenn man die kastrierten Tiere anschließend wieder aussetzen würde. Eine Zwangskastration von freilaufenden Katzen, die sich in menschlicher Obhut/Besitz befinden, lehne ich radikal ab. Ohne die Möglichkeit des Tierhalters, zu entscheiden, ob sich seine Katzen vermehren dürfen, gäbe es bald keine Katzen mehr. Zumindest die eiropäische Hauskatze wäre bald eine Seltenheit, und nur noch Wohnungskatzen mit zwangsstörungen, von lizenzierten Züchtern auf den Markt gebracht, würden die Wohnstuben bevölkern. Meine Katzen haben wir leider beide kastriert, und manchmal bedaure ich das schon. Warum muß man alles immer so dogmatisch behandeln ?

    Ein gut leabares Fachbuch für Katzenlaien stammt von dem em. Bonner Zoologieprofessor Dr. Paul Leyhausen. “Katzenseele”. Leyhausen hat sich zeitlebens mit Verhalten und Ökologie der Hauskatze beschäftigt. Sehr lesenswert, es räumt auch mit so manchem Vorurteil und Halbwissen über dieser wunderbaren Spezies auf.
    @wolli: unbedingt für die Stabi anschaffen !

    #128838

    Eine Zwangskastration von freilaufenden Katzen, die sich in menschlicher Obhut/Besitz befinden, lehne ich radikal ab. Ohne die Möglichkeit des Tierhalters, zu entscheiden, ob sich seine Katzen vermehren dürfen, gäbe es bald keine Katzen mehr. Zumindest die eiropäische Hauskatze wäre bald eine Seltenheit, und nur noch Wohnungskatzen mit zwangsstörungen, von lizenzierten Züchtern auf den Markt gebracht, würden die Wohnstuben bevölkern.

    wichtiger als eine zwangskastration wäre die aufklärung der katzenhalter, damit diese verantwortungsvoll selbst entscheiden können. solange aber sämtliche tierheime und katzenhäuser allenorts “überquellen”, dürfte jedem verantwortungsvollen zeitgenossen die richtige entscheidung klar sein.
    in städtischen gebieten hat sich die einstellung in den letzten drei jahrzehnten schon deutlich gewandelt, die meisten katzen und kater in menschlicher obhut sind heute kastriert. das land hinkt manchmal noch etwas hinterher.
    da es immer eine gewisse anzahl unkastrierte streunerkatzen geben wird, sehe ich übrigens nicht die gefahr des “aussterbens” der europäisch-kurzhaar-katzen.

    im gegensatz zu früher sieht man heute allgemein tiere als leidensfähige mitgeschöpfe an und hat dieses deshalb auch in gesetzen verankert. zwar noch nicht in ausreichendem maße, aber immerhin stellt es schon einen fortschritt gegenüber früher dar, wie man an wollis glücklicherweise gelöschtem beitrag sehen konnte.

    #128840

    @heiwu

    “Katzenseele”von Leyhausen, dieses Standardwerk hat die Stadtbibo natürlich bereits.

    @zirkadian

    Ich habe meinen Beitrag selbst gelöscht, mir wurde schnell klar, dass ich die geballte Front der Katzenliebhaber gegen mich aufbringen würde.
    Selbst Oberdaggi ist einst vor der weltweit vernetzten Katzenlobby eingekickt und hat nach Schmähbriefen aus aller Welt 10 000 Euro für die Kastration von Streunerkatzen in den Haushalt eingestellt.

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