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Dieses Thema enthält 69 Antworten und 18 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  wolli vor 11 Stunden, 41 Minuten.

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  • #293846

    Die Wahlkampfleitung der SPD hat offenbar erkannt, dass mit dem Thema Gerechtigkeit keine Wahl zu gewinnen ist. Das Thema Flüchtlinge ist nach wie vor das Thema, das die Gespräche der Menschen bestimmt.

    #293862

    Letzendlich geht es immer um Ausländer, und die gnadenlose Hetze gegen sie! Unterschiede wie Flüchtlinge, ausländische Arbeiter oder Studenten werden im dem zu erwartenden Klima kaum gemacht.
    Und, liebe SPD, mitgegangen, mitgehangen, wer verklickert das Herrn Schulz? Die Ungeister, die er ruft, werden wir nicht wieder los!

    #293863

    Vom Hetzkuchen sollen offenbar ein paar Krümel abfallen.

    #293867

    offenbar hat sich der SPD-Kanzlerkandidat bei seinem Antritt in der Partei geirrt.

    Es scheint in den obersten Etagen der SPD jedenfalls genug Funktionäre geben, die eine sozialere Politik (oder auch nur sozialdemokratische Politik) scheuen, wie der Teufel das Weihwasser.

    https://www.jungewelt.de/artikel/314502.gruppe-von-alteingesessenen-zieht-die-fäden.html?sstr=Spd

    @wolli:

    Ich stelle mir gerade vor, wie die MZ (als immer noch relevantestes Medien im ehem. Bezirk Halle) in Analyse der Gerechtigkeitsforderungen von SPD und Linken Artikel zur ungleichen Verteilung der Vermögens in der BRD schreibt. Artikel in dem z.B. die DuMont vermögensverhältnisse realistisch analysiert und reflektiert werden oder in dem angesichts der hohen Arbeitslosigkeit auf die Paktikanten-Unsitten am beispiel der MZ hingewiesen wird.

    Um wieviel einfacher ist es da, doch den Stammtisch zu bedienen und die Flüchtlinge als bundesdeutsches Problem darzustellen. Das gilt da übrigens für beide: für den SPD-Kanzlerkandidaten der die positive Presse braucht sowie für die DuMont gehörende MZ.

    PS: Ähnliches gilt da auch für alle anderen relevanten bundesdeutschen Pressorgane mit ihren mehr oder weniger prominenten und bekannten Besitzern.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Wochen, 1 Tag von  fractus.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Wochen, 1 Tag von  fractus.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Wochen, 1 Tag von  fractus.
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    #293872

    Die Besitzverhältnisse ärgern die Leute nicht, solange sie selber zufrieden sind. Ohne eine gewisse Portion Populismus hat noch niemand eine Wahl gewonnen.

    #293873

    Dass alle zufrieden sind, ist auch so eine Behauptung, die im Wahlkampf immer wieder kommt.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Wochen, 1 Tag von  hei-wu.
    #293879

    Aber den „kleinen Leuten“ mit den kleinen und mittleren Einkommen, denen wird jetzt Honig ums Maul geschmiert, es ist ja auch die Masse der Wähler.

    #293883

    Aber klar kann mit dem Thema Gerechtigkeit eine Wahl gewonnen werden. Aber natürlich nicht nur damit und vor allem muss man es auch wirklich wollen und das muss der Wähler auch erkennen können.

    #293933
    #293936

    Was hat der Martin den im Bezug auf die Umverteilung der Flüchtlinge in seiner EU Zeit gemacht? Erinnert sich jemand an seine kraftvolle Rede zur Flüchtlingspolitik in Europa? ich nicht…

    #293939

    Die Besitzverhältnisse ärgern die Leute nicht, solange sie selber zufrieden sind.

    Es ist doch die Rechte die mit einer Neid-Debatte wieviel staatliche Hilfe Flüchtlinge (angebeblich) bekommen, den Rassismus anfeuert. Das würde aber nie funktionieren, wenn die Leute selber zufrieden sind. Ich glaube gelesen zu haben, dass unter den hartzIV empfängern überproportional Linke und AfD wählen. Das sind nunmal die zwei Konträren Antworten: Mehr Gerechtigkeit (und Chancen – die Linke) gegenüber der Radikalisierung des Konkurrenzkampfes gegen die noch Schwächeren (AfD)

    Der Rechtspopulismus und Rechtsextrimismus von AfD bis NPD ist zudem oft nichts anderes, als die Angst des Kleinbürgers vor dem Abstieg, der Konkurrenz und den neuen Nachbarn in seiner Kleingartensiedlung. Und so auch das Gegenteil von Zufriedenheit.

    Natürlich kann man die Wahlen mit Gerechtigkeit gewinnen. Das geht aber nur, wenn man vorher anerkennt, wie ungerecht die Verhältnisse in der Bundesrepublik real sind.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Wochen von  fractus.
    #293941

    Altersarmut, Kinderarmut, prekäre Arbeitsverhältnisse: gibt’s alles nicht?

    #293942

    Gibts alles, aber Wahlen werden bekanntlich mit Mehrheiten gewonnen.

    #293943

    OK, da die Mehrheit nicht arm ist, kann man das Thema soziale Gerechtigkeit ausklammern? Die Zweidrittelgesellschaft lässt grüßen.
    Allerdings ist die Mehrheit auch nicht durch Flüchtlinge bedroht, schon gar nicht das Klientel der CDU.

    #293949

    Auch viele CDU-Wähler werden dem Versprechen im CDU-Wahlprogramm „2015 wird sich nicht wiederholen“ nicht trauen. Vera Lengsfeld(CDU) hat sich dazu sehr kritisch geäußert:
    http://www.achgut.com/artikel/wir_haben_aus_2015_gelernt_-_aber_was

    #293959

    Das ein kapitalistischer Staat so geführt wird, dass 2/3 zufrieden sind, hat man uns schon in Staatsbürgerkunde erzählt.

    #293960

    Jetzt ist diese Frau schon seit 27 Jahren Mitglied Teil der Bundesrepublik Deutschland. Artikel 1 des Grundgesetzes ist bei ihr offenbar noch nicht oben angekommen.

    #293962

    Ich weiß, nach linker Auffassung bedeutet die Würde des Menschen, dass jeder in Deutschland Aufnahme finden kann und versorgt werden muss.

    #293964

    Wolli, das ist plump.
    Scheinbar stand nur die CDU nicht hinter Frau Merkel bei dem Entschluss, den Flüchtlimngen zu helfen?
    Und erspare uns bitte die Vera Steinbach!

    #293965

    Geht nicht, ich stehe hinter Ihnen.

    #294042

    Vera Lengsfeld(CDU) hat sich dazu sehr kritisch geäußert:

    Das die Frau zwischen ihren Ohren vor allem einen großen Hohlraum behergt ist ja schon kurz nach der Wende offensichtlich geworden.
    Aber wer solche Sätze schreibt:
    „…die Fluchtursache Nr. 1, die großzügige Alimentierung aller, die deutschen Boden betreten,…“
    dem gehört jegliches intellektuelle Verständnis abgesprochen. Mit solchen widerlichen und hetzerischen Falschaussagen stellt sich die Dame freiwillig in den Dunstkreis der NPD.

    Gibts alles, aber Wahlen werden bekanntlich mit Mehrheiten gewonnen.

    Genau deswegen passen die bundesdeutschen Oligarchen eben auf, dass das himmelschreiende soziale Unrecht in der BRD im öffentlichen Diskurs überhaupt keine Rolle spielt. Nur so lassen sich die Marginalisierten wirkungsvoll ausgrenzen und jegliche gesellschaftliche Solidarität mit ihnen verhinden.

    Und in der von den DuMonts, Springers und anderen kontrollierten Konzernpresse finden soziales Elend höchstens als individuelles Schicksal a la Bild statt.

    Denn das zu der durch Hartz IV bei Edeka, Aldi … in den prekären Minijob gepressten und ausgebeuteten Kassierin ebenso die damit generierten Profite der Milliardenschweren Eigentümer gehören, wirst du in dieser Presse eben nicht finden.

    Wir leben nun mal in einem kapitalistischer Oligarchenstaat für den immer noch gilt: „Wenn Wahlen etwas ändern würden, so wären sie verboten.“

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Wochen, 6 Tagen von  fractus.
    #294044

    Das Gespenst dee Kommunismus geht offenbar immer noch um.

    #294047

    Das Gespenst dee Kommunismus geht offenbar immer noch um.

    An die auf Thomas Mann zurückgeführte Aussage von Antikommunsmus als Grundtorheit unseres Jhh. (1943) sei nur am Rande hingewiesen.

    Für dich ist Gerechtigkeit also gespenstischer Kommunismus? Als Katholiken mag Gerechtigkeit für dich offenbar allenfalls jenseitig denkbar sein. Doch auf solch vagen Versprechungen würde ich mich nicht einlassen.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Wochen, 6 Tagen von  fractus.
    #294049

    Auch Nobelpreisträger können sich irren und erzählen manchmal sogar Unsinn.

    #294051

    und bei manchem reicht der Blick nicht bis zum Horizont, sondern nur bis zur nächsten Verbindungskneipe oder zum nächsten rechten Hetzblog.

    Da wird vor lauter Irrungen schon mal die Gerechtigkeit zum Kommunismus. Auch wen Gerechtigkeit in der Bibel noch beim lieben Gott angesiedelt war. Aber solche Details brauchen einen katholischen Verbindungsbrunder nicht zu irritieren. Da bleibt man lieber biblisch brav untertänig der Obrigkeit gegenüber und fürchtet Gerechtigkeit auf Erden wie der Teufel das Weihwasser.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Wochen, 6 Tagen von  fractus.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Wochen, 6 Tagen von  fractus.
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