Neuer Anlauf für Einkaufszentrum im alten Ammendorfer Straßenbahndepot

28. August 2014 | Wirtschaft | Keine Kommentare

Die Stadtverwaltung wagt einen neuen Anlauf, ein Einkaufszentrum im Bereich des ehemaligen Straßenbahndepots in der Merseburger Straße in Halle-Ammendorf zu etablieren. Vor einem Jahr hatte der alte Stadtrat das Projekt bei Stimmengleichheit abgelehnt.

straßenbahndepot ammendorf
Um das Einkaufszentrum zu ermöglichen, soll der Bereich als Nahversorgungszentrum ausgewiesen und im Zentrenkonzept der Stadt verankert werden. „Die Stadtverwaltung favorisiert den Standort des ehemaligen Straßenbahndepots aus städtebaulichen Gründen, und aufgrund der Verfügbarkeit des Standortes“, so Planungsdezernent Uwe Stäglin in seiner Beschlussvorlage für den Stadtrat. „Durch die Nachnutzung kann ein städtebaulicher Missstand, das seit Jahren leerstehende und allmählich verfallende ehe-malige Straßenbahndepot, beseitigt werden.“ Mit einem Neubau, gegebenenfalls unter Einbeziehung bestehender Gebäudeteile, könne ein Beitrag zur Aufwertung des Stadteingangsbereichs Ammendorf geleistet werden. Untersucht hatte die Stadt zudem den Bereich des ehemaligen Rathauses am Florian-Geyer-Platz und das Gelände des ehemaligen Sommerbads.

Doch bevor tatsächlich gebaut werden kann, sind noch einige rechtliche Schritte einzuhalten. So werden Anwohner und Wirtschaftskammern zur Änderung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes befragt. Einen endgültigen Beschluss, ob einem privaten Investor der Bau eines Einkaufszentrums erlaubt wird, soll dann im ersten Quartal 2015 erfolgen, dann sollen auch Bebauungsplan und Flächennutzungsplan geändert werden.

In früheren Planungen hatte der Investor insgesamt 3.500 Quadratmeter Verkaufsfläche vorgesehen. Neben einem Supermarkt sollten auch Fachmärkte entstehen. So sollen laut Stadt der Verkauf von Back- und Fleischwaren, Drogeriewaren, Parfümerie- und Kosmetikartikeln, Getränken, Nahrungs- und Genussmitteln, pharmazeutischen Artikeln, Reformwaren, Schnittblumen, Topfpflanzen und Vasen sowie Zeitungen und Zeitschriften erlaubt werden. Noch ist das Depot im Stadtwerke-Besitz.

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