Nach Maritim-Umnutzung: Wiegand bringt neues Kongresshotel ins Gespräch

9. September 2015 | Wirtschaft | 7 Kommentare

Schon seit Monaten suchen die Betreiber des Maritim-Hotels nach Nachfolgelösungen für den sanierungsbedürftigen Plattenbau. Im vergangenen Jahr gab es deshalb Gespräche mit dem Bergmannstrost-Krankenhaus, dass hier möglicherweise seinen Reha-Bereich unterbringen wollte. „Das wäre eine Lösung gewesen“, schrieb eine Mitarbeiterin an HalleSpektrum.de.

Letztendlich wird sich das Unternehmen wohl für die künftige Nutzungs als Flüchtlingsunterkunft entscheiden. Zu genauen Konditionen konnte sich das Finanzministerium noch nicht äußern. „Wir sind noch in den Verhandlungen“, hieß es. Doch werden sich die Pro-Kopf-Ausgaben in etwa in dem Rahmen bewegen wie für die zentrale Anlaufstelle des Landes (ZASt) in Halberstadt. 740 Flüchtlinge, so der Plan, sollen in den 298 Zimmern unterkommen. Laut Finanzministerium werden zwei bis vier Betten pro Raum aufgestellt.

Für die Stadt bedeutet der Wegfall des Hotels eine deutliche Reduzierung der Hotelbetten auf nun noch 1.840. Insbesondere größere Tagungen sind davon betroffen wie zwei Tagungen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, ein Workshop der Deutschen Zentrale für Tourismus und der Bundesparteitag der Grünen in der Halle-Messe. Das Maritim bucht die Teilnehmer auf das Leipziger Hotel um.

Für Stadtmarketing-Chef Stefan Voss ist deshalb klar: „wir brauchen händeringend ein neues großes Hotel in der Innenstadt.“ Dem stimmt Oberbürgermeister Bernd Wiegand zu. „Wir suchen ebenfalls einen neuen Standort.“ Auf der Immobilienmesse Expo Real wolle man ganz explizit für den Riebeckplatz als Standort für ein neues Tagungshotel werben. Die Stelle des Nordturms, wo Wiegand sich zwischenzeitlich einen Verwaltungsbau vorgestellt hatte, kommt dabei ebenso in Frage wie der Parkplatzbereich zur Volkmannstraße.

Und auch die Pläne des Bauunternehmens Papenburg befeuert der Maritim-Rückzuck vom Riebeckplatz. Papenburg will an der Spitze zwischen Finanzamt und Händelhalle einen Hotel- und Bürokomplex errichten. Bisher waren im Hotelbereich 100 Zimmer mit 200 Betten als Low-Cost-Variante vorgesehen. Durch die Nähe zur Händelhalle steht ein großer Tagungsbereich in unmittelbarer Nähe zur Verfügung, so dass sich für Papenburg eine Vergrößerung der Hotelpläne lohnt.

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