SPD-Forderung: Stadt soll 10.000 Euro für Katzen-Kastration bereitstellen

14. April 2014 | Vermischtes | 2 Kommentare

700 Katzen landen pro Jahr in den Tierheimen der Stadt, 90 Prozent von ihnen sind nicht kastriert. Damit sie sich nicht vermehren, werden sie von den Tierschutzvereinen kastriert.

Doch die Kastration ist eine freiwillige Aufgabe. Im Jahr 2011 hat die Stadt deshalb wegen der desolaten Haushaltslage die Kastrationszuschüsse an den Tierschutzverein Halle e.V., den Katzenschutzverein Halle e.V. und den Kleintierschutzverein Felidae e.V. eingestellt. “Für die Vereine, die von Spenden und dem Engagement Ehrenamtlicher leben, war und ist dies ein katastrophaler Einschnitt”, so SPD-Fraktionschef Johannes Krause. Er macht deshalb Druck.

So soll die Stadt auf Antrag der Sozialdemokraten 10.000 Euro im kommenden Haushalt bereitstellen. “Anhand von Studien ist nachweisbar, dass eine Eindämmung der Katzenvermehrung nur durch Kastrationen möglich ist”, so Krause. Die jahrelange Erfahrung mit Streunerprojekten zeige, dass die einzige sinnvolle Methode, das Wachstum der Streunerkatzen-Population einzudämmen, die Kastration von Streunern ist. “Die Vereine betreiben in vermindertem Umfang weiterhin die Kastration von Streunerkatzen. Dies stoppt aber nicht das Wachsen der Population”, so Krause. “Die Stadt Halle sollte stolz auf den Einsatz ihrer freiwilligen Helfer auch auf diesem Gebiet sein, vor allem in Anbetracht dessen, dass die zuvor angelegten Zuschüsse in Höhe von 10.000 € keine große Belastung des Haushalts darstellen.”

In Halle soll es um die 5.000 freilebende Katzen geben. 2011 hatte es im Stadtrat zur Eindämmung der Population und zur Finanzierung der Kastration sogar den Vorschlag einer Art Katzensteuer gegeben.

Print Friendly
2 Kommentare
  1. Profile photo of Stadt_für_Kinder
  2. Profile photo of redhall

Kommentar schreiben