„MenschMikrobe“: Schau an der Leopoldina zeigt Wechselspiel zwischen Menschen und Mikroorganismen

16. Juni 2014 | Vermischtes | Keine Kommentare

Was sind Mikroben? Wie entstehen Infektionen? Wie lassen sich Seuchen kontrollieren? Diese Fragen beantwortet die Wanderausstellung „MenschMikrobe“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Robert Koch-Instituts (RKI), die ab dem 17. Juni im Leopoldina- Hauptgebäude auf dem Jägerberg in Hal­le (Saale) gastiert.

Die Schau bietet Einblicke in das heutige Wissen über Krankheitserreger, verdeutlicht die historische und soziale Dimension von Epidemien und zeigt die schnelle Entwicklung der Infektionsfor­schung auf. Geöffnet ist „MenschMikrobe“ bis zum 18. Juli immer montags bis freitags 9:00 bis 14:00 Uhr, dienstags bis 18:00 Uhr. Die Vernissage der Ausstellung am Montag, 16. Juni, um 17:00 Uhr, steht allen Interessierten offen.

Seit es den Menschen gibt, trägt er Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten mit sich. Die meisten dieser Mikroorganismen sind für den Menschen harmlos, viele sogar nützlich, die wenigsten machen krank. Doch dann können sie zur Geißel werden, wie beispielsweise die spätmittelalterliche Pest. Zwar gilt sie heute in Europa als ausgelöscht, doch immer wieder bedrohen neue oder sich verändernde Krankheitserreger die menschliche Gesundheit. Die Ausstellung „MenschMikrobe“ zeigt das zuweilen schicksalhafte Wechselspiel zwischen Mensch und Mikroorganismen und gibt Einblicke in die schnelle Entwicklung der Infektionsforschung und ihre gesellschaftliche Bedeutung im 21. Jahrhundert.

Die interaktive Schau beantwortet an zehn Themenstationen grundlegende Fragen – etwa nach der Natur der Mikroorganismen und der Funktion der Körperflora, nach den ökologischen und sozialen Entstehungsbedingungen von Seuchen, der Bedeutung und den Grenzen der Antibiotikatherapie und den Möglichkeiten der Krankheitsverhütung. Eine eigene Kinderstation und spezielle Kindertexte bereiten grundlegende Zusammenhänge für jüngere Besucher ab sechs Jahren auf.


(Fotos: Christian Laukemper / Ansgar Meemken)

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