Industriebrachen am Böllberger Weg sollen neues Wohngebiet werden

2. Februar 2015 | Vermischtes | 102 Kommentare

Idyllisch an der Saale gelegen soll Halle ein neues Wohngebiet bekommen. Die Stadtverwaltung will einen Bebauungsplan für den Bereich westlich des Böllberger Wegs aufstellen. Mehrere potentielle Investoren stehen bereit.

Foto: Ralf Liebegott

Foto: Ralf Liebegott


Das Areal umfasst unter anderem die Hildebrandtsche Mühle und die Brauerei, aber auch Kaffeegarten, Sportplatz und Kleingartenanlage. Neben der Sanierung von Bestandsgebäuden ist auch die Errichtung diverser Neubauten wie Mehrfamilien- und Einfamilienhäuser vorgesehen. In der Böllberger Mühle sollen Werkstätten, Büros und Loftwohnungen entstehen, Geld soll auch ein Wasserkraftwerk einspielen. Das Saaleufer selbst wird für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im Bereich zwischen dem alten Ortskern von Böllberg und den Tennisplätzen am Sportparadies soll der Saale-Radwanderweg entlanglaufen. Die jetzige Rohrbrücke soll künftig auch von Fußgängern genutzt werden können. Der komplette Bereich entlang des Böllberger Wegs zum neuen Wohngebiet hin soll mit Bäumen bepflanzt werden.
Vorgesehene Bebauung

Vorgesehene Bebauung


Allerdings sieht Baudezernent Uwe Stäglin auch einige Konflikte. „Durch die geplante Bebauung, die innere Erschließung und die Verlagerung des Saale-Radwanderweges in Ufernähe werden bisher kaum bzw. wenig gestörte Biotope durch menschliche Nutzung tangiert“, erklärt er in der Begründung zu seiner Beschlussvorlage. „Ebenso führt die Revitalisierung langjähriger Gewerbebrachen und Umnutzung leerstehender Gebäude zum Verlust von potenziellen Fledermausquartieren und ggfs. zu Konflikten mit weiteren geschützten Arten.“

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Dieses Thema enthält 102 Antworten, hat 22 Stimmen, und wurde zuletzt vor vor 9 Monaten, 1 Woche von Profile photo of Schollek Schollek aktualisiert.

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  • #137044

    Idyllisch an der Saale gelegen soll Halle ein neues Wohngebiet bekommen. Die Stadtverwaltung will einen Bebauungsplan für den Bereich westlich des Böl
    [Der komplette Artikel: Industriebrachen am Böllberger Weg sollen neues Wohngebiet werden]

    #137045

    Und wieder eine Kleingartenanlage ausradiert. Sang- und klanglos verschwunden.

    #137048

    Gibt es schon eine Aussage was mit den Kanuten am Böllberger Wehr wird?

    #137053

    Idyllisch an der Saale gelegen soll Halle ein neues Wohngebiet bekommen.

    freue mich schon auf die idylle mit thw vor den türen und wasserpumpen, die tag und nacht mit lärm und dieselgestank gegen die hochwassermassen ankämpfen… die loftbewohner dürfen dann auch mal per gummiboot ihre edelbuden verlassen, während der zweitbenz in der tg nur noch schrottwert hat.

    #137055
    Profile photo of
    Anonym

    Keine Tiefgaragen, keine Loftwohnungen, keine Hochwassergefahr – was genau ist dein Problem?

    #137076

    @ Pinollek

    Von Tiefgaragen habe ich auch nichts gelesen von Loftwohnungen schon.

    #137077

    Warum wird immer gemeckert. So wie das Gelände im Moment daliegt ist es ja auch nicht so toll.

    #137099
    Profile photo of
    Anonym

    Von Tiefgaragen habe ich auch nichts gelesen von Loftwohnungen schon.

    Stimmt, in der Mühle. Ich kenne nur die Unterlagen zu den geplanten Neubauten. Und die stünden erst im Wasser, wenn von Neustadt nichts mehr zu sehen ist.

    #137068

    Na tolle Wurst,
    das “AUS” für Kleinunternehmern die sich auf dieser Fläche angesiedelt haben.
    Wo findet man denn überhaupt noch Flächen/Gebäude die für Kleinunternehmer bezahlbar sind?
    Warum muss denn jede kleinste Fläche neu bebaut werden?
    Wie wäre es wenn man statt dessen die Würfelwiese oder die Ziegelwiese bebauen würde, da sind riesige Flächen, die man einfach zubetonieren kann. ;o)
    Ohh je, wenn das so weiter geht, dann ist unsere grüne Stadt ballt die grauste Stadt Deutschlands.

    #137121

    Ohh je, wenn das so weiter geht, dann ist unsere grüne Stadt ballt die grauste Stadt Deutschlands.

    dieser betonwahn in verbindung mit baum- und strauch-phobie ist bundesweit verbreitet, da wird halle nicht sonderlich auffallen.

    #137127

    @na_meiner schrieb:”Wo findet man denn überhaupt noch Flächen/Gebäude die für Kleinunternehmer bezahlbar sind?”
    Vielleicht hier:
    http://www.leerstehende-baudenkmale.de/baudenkmale/sachsenanhalt/stadthalle/farbenfabrikammendorf/startfarbenfabrik.htm

    #137128

    Na tolle Wurst,
    Warum muss denn jede kleinste Fläche neu bebaut werden?
    Wie wäre es wenn man statt dessen die Würfelwiese oder die Ziegelwiese bebauen würde, da sind riesige Flächen, die man einfach zubetonieren kann. ;o)
    Ohh je, wenn das so weiter geht, dann ist unsere grüne Stadt ballt die grauste Stadt Deutschlands.

    Na ja – bisher handelt es sich ja auch nicht gerade um eine tolle Grünfläche, die zur Erholung dient. Schaut man sich das Areal mal von oben an, sieht es schon sehr zubetoniert aus. Eben mit alten, zunehmend verfallenen Gebäuden. Und auch wenn dies sicherlich einen gewissen Charme hat, finde ich eine entsprechende Umnutzung bzw. Wiederbelebung nicht verkehrt.
    In diesem Zusammenhang verstehe ich auch deine Forderung nicht: Eben statt immer mehr Flächen in Halle zuzubetonieren, sollte man doch schauen, wo man lukrative Konzepte schafft, ohne immer wieder einen neuen “Ortsteil” buchstäblich aus dem Boden zu stampfen. Die historischen Gebäude und Wirkstätten dieser Stadt einem neuen, der Zeit entsprechenden Sinn zuzuführen halte ich für erstrebenswerter, als sie einfach verfallen zu lassen und der Vergessenheit preiszugeben.
    Den Luxus, solch teilweise geschichtsträchtigen Gebäude einfach zu restaurieren, um sie als unbewohntes Denkmal zu erhalten kann sich wohl keine Stadt leisten.

    #137129

    Schade, wieder ein Drehort weniger für Weltkriege und düstere Krimis.

    #137141

    So “ungrün” sieht es von oben gar nicht aus. http://www.deutschland123.de/halle-saale_kleingartenanlage-b%C3%B6llberger-m%C3%BChle-e-v–1757900
    Ansonsten viel Spaß mit den Mücken. Der Rest der Fauna wird eingesammelt und umgesiedelt.

    #137145

    Die größte “Grünfläche” auf dem Areal ist der Fussballplatz. Der ist natürlich für endemische Arten unabdingbar. Die andere Grünfläche, die überbaut wird, ist tatsächlich die Kleingartenanlage. Der Rest der Fläche ist bereits bebaut und verfällt zunehmend…
    Der Uferbereich wird nicht bebaut, dieser grüne Bereich bleibt also erhalten. Ob man die Planung da wirklich als radikalen Kahlschlag verschreien kann, bleibt fraglich.

    #137147

    Ich darf mal aus dem “Aufstellungsbeschluß zum Bebauungsplan Nr.96-Böllberger Weg/Saaleufer” vom 29.Mai 1996 zitieren, der nun erst einmal aufzuheben ist, weil gescheitert:
    ” Planungsziele.
    Es wurde das grundlegende Ziel verfolgt, die eigentliche Uferbereiche der Saale, die größtenteils für die Bevölkerung unzugänglich sind oder durch private Nutzungen belegt in weiten Teilen als Erholungsbereich zugänglich zu machen und damit der Stadt den Bezug zu ihrem Fluss als Erlebnisraum zurückzugeben. Dies sollte vor allem durch eine Verbesserung der Wegebezüge und durch den Ausbau der im Ansatz vorhandenen Erholungs- und Freizeiteinrichtungen möglich gemacht werden, wobei durch die Neuordnung und Umnutzung der damals noch vorhandenen Gewerbeflächen durchaus attraktive Nutzungsangebote erreicht werden sollten. Diese Zielsetzung konnte aber
    mangels wirtschaftlichen Interesses von Investoren bisher nicht umgesetzt werden.”
    Und jetzt ist ein Investor da, der den ehemaligen Trainingsplatz des HFC mit Karnickelbuden analog “Wohnen am Turm” bebauen möchte. Nein so geht es nicht. Der Golfplatz am Hufeisensee läßt auch grüßen.

    #137150

    warum man nun unbedingt eine gartenanlage vernichten will, erschließt sich nicht. die geplante neubebauung sieht schon wieder verdächtig nach betonwürfelhusten aus.

    #137175

    Wie sähe denn eine – nehmen wir mal an, es würde dafür einen Investor geben (der nun Mal für solch eine Maßnahme dringend nötig scheint) – Alternative aus?

    Oder anders gefragt: ist es besser, den Bereich weiterhin aus dem halleschen Stadtbild bröckeln zu lassen?

    #137178

    Man kann vielleicht einen Wettbewerb ausschreiben. So schlecht ist die Ecke für was Neues nicht.

    #137213

    @geraldo,
    schon mal was vom Bundeskleingartengesetz gehört und dass die Immobilienhaie gerade darauf warten, um mit Argusaugen Verstöße feststellen und eine Kündigung der Kleingärten aussprechen zu können.

    #137216

    Nein, davon habe ich natürlich noch nie was gehört.

    #137219

    Erst wenn der letzte Kleingärtner altersbedingt verstorben ist werdet ihr merken, dass das Bundeskleingartengesetz keinen Garten rettet.

    #137221

    Erst wenn der letzte Kleingärtner altersbedingt verstorben ist werdet ihr merken, dass das Bundeskleingartengesetz keinen Garten rettet.

    Bei uns steht kein Kleingarten leer und wenn ein Kleingärtner, wie kürzlich, verstorben ist, dann war kurzfristig wieder ein neuer Pächter da.

    #137223

    Ich weiß nicht wo “bei uns” ist, es gibt aber auch andere Anlagen als “bei euch”.

    #137227

    @geraldo,
    das werde ich dir nicht auf die Nase binden, sonst wachst du noch mit dem Hubschrauber über den Zustand unsere Anlage.
    Bei der leer stehenden Kleingartenanlage am Böllberger Weg lagen aber andere Gründe vor.

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