Ehemalige Chirurgie der Uni wird zur Zahnklinik

19. August 2015 | Vermischtes | 26 Kommentare

Seit Jahren hofft die hallesche Zahnmedizin auf neue Räumlichkeiten. Dieser Wunsch geht nun in Erfüllung. Seit wenigen Wochen wird in der ehemaligen Chirurgie in der Magdeburger Straße fleißig gebaut. 7 Millionen Euro macht das Land für die Sanierung locker. Weitere 2,7 Millionen Euro kommen von der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität.

Im Jahr 2017 sollen dann die neuen Räumlichkeiten bezogen werden. Künftig werden hier alle zahnmedizinischen Kliniken und die studentische Ausbildung der mehr als 200 Studierenden zusammengefasst werden. Bisher ist die Ausbildung sowie die zahnärztliche Behandlung der halleschen Universitätsmedizin auf zwei Gebäude – Harz 42a und Große Steinstraße 19 – verteilt. Das neue Domizil ist insbesondere nötig, weil das Haus in der Großen Steinstraße nach einem Wasserschaden nicht mehr genutzt werden kann. Ein Defekt an einem Gerät zur Reinigung von Zahnprothesen hatte dazu geführt. Ein Schlauch hatte sich an einem Wochenende gelöst, das Wasser lief zwei Tage lang ungehindert aus. Schätzungsweise 50.000 Liter überfluteten das Gebäude. Mein sei der Firma dankbar, die solche insuffizienten Geräte herstelle, scherzte Prof. Michael Gekle, Dekan der Medizinischen Fakultät.

Die ehemalige Chirurgie, in der die erste Nierentransplantation der DDR stattfand, wird nun komplett umgebaut. Teilweise müssen neue Decken eingezogen werden, die das Gewicht der insgesamt 36 Zahnbehandlungseinheiten trägt. Daneben sei das Mauergefüge erheblich gestört, meinte Alexander Domhardt, Leiter der Stabstelle Bauprojekte des Universitätsklinikums. Künftig wird es einen barrierefreien Zugang geben. Auch Fahrstühle werden eingebaut. Ein Treppenhaus wird nach historischem Vorbild hergerichtet.

Die zahnmedizinische Ausbildung in Halle gehört zu den besten Deutschlands, wie wiederholt durch die Evaluationen des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) bestätigt. Künftig wolle man Platz 1, so Prof. Gekle. „Damit Karies in Halle auch in Zukunft keine Chance hat.“ Mit dem Zahnmedizinstudium in Halle wird durch Ausbildung des zahnärztlichen Nachwuchses die zukünftige zahnärztliche Versorgung in Sachsen-Anhalt sichergestellt. Darüber hinaus wird in der Stadt Halle und Umgebung eine hochwertige zahnärztliche Versorgung sowie zwischen Berlin und Fulda die einzige zahnärztliche Notfallversorgung angeboten.

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  • #168608

    Seit Jahren hofft die hallesche Zahnmedizin auf neue Räumlichkeiten. Dieser Wunsch geht nun in Erfüllung. Seit wenigen Wochen wird in der ehemaligen C
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    #168610

    Das ist echt peinlich von einem Mann, der Dekan ist, zu sagen, danke dass ein Gebäude einen Wasserschaden hat, denn jetzt bekommen wir ein schönes neues. Sie sind Teil der Elite der Gesellschaft und dürfen bitte etwas mehr Weitblick haben und auch an das nun dahinsiechende Denkmal am Curie-Platz denken.
    Das Land agiert hier ohne langfristige Strategie. Kliniken werden von der Magdeburger Straße zur Konzentration nach Kröllwitz verlagert und nun kommen wieder andere Kliniken an die Magdeburger Straße.
    Ist das nun das Bekenntnis den Standort langfristig zu erhalten, oder war das jetzt gerade nur die einfachste und billigste Lösung?

    #168719

    Da wird man lange spekulieren können, was er ausdrücken wollte. Es steht was er gesagt hat.

    #168797

    Meine Interessenlage wird in diesem Thread von der Überschrift bestimmt. Wenn du mit irgendwem eine anderweitige Paranoia ausleben willst, starte einen neuen Thread.
    Aber um dich nicht ganz sterben zu lassen:
    Dass Landesregierungen an Universitäten rumdoktern ist kein sachsen-anhaltinisches Alleinstellungsmerkmal. Ich mag auch gerne den Gedanken ausführen, dass zum Glücklichmachen der ländlichen Räume allerorts künstlich und oft verloren Fachhochschulen aus dem Boden sprießen mussten und da ordentlich Geld rein versenkt wurde und diese daher nicht zur Debatte stehen dürfen.

    #168799

    Nicht mal diese Landesregierung hat es geschafft, den guten Ruf der Zahnklinik zu ruinieren.

    Da muss dringend mal evaluiert werden.

    Notfalls hilft auch die Stasiunterlagenbehörde. Sicher wurde mal ne Bordsteinschwalbe zwangsbehandelt.

    #168847

    Ja, ist ja nun gut, wir wissen es doch nun alle, nach 25 Jahren.

    #169018

    Magdeburg hat doch das für die Zahnmedizin so wichtige Vakuum erfunden, also, mal halblang!
    Laßt den doch ihre Ottonen- Uni, die könne eh nichts damit anfangen.
    Otto- Stadt Magdedorf!

    #169511

    Leben und leben lassen, wir werden Magdedorf nicht wieder los!

    #169520

    Jetzt ahne ich vom dieser Spruch stammt:
    Solange die Saale in die Elbe fließt, wird der Hallenser dem Magdeburger nie ein Bruder sein.

    #169589

    Ach kleene stefania, ziehe lieber schnell nach Magdeburg, in Halle sind die Neurologen gut ausgelastet.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Paranoia

    #169605

    @stefan Wege
    Ich bin hart dran an der Auszeicnung „Magdeburger des Jahres“.

    #169615

    Wäre auf jeden Fall mal ein überlegenswerter Nickname hier. 🙂

    #169629

    Ich bin ein Machdeburjer…

    #169837

    Jetzt können wir uns aber wieder der Zahnklinik in Halle widmen. Was wird eigentlich aus den anderen Klinikgebäuden an der Merseburger Straße, z. B. aus der ehem. Frauenklinik?

    #169854

    Du meinst die Magdeburger Straße?

    Ich hoffe, die Uni wird diesen Komplex nicht aufgeben, ist er doch viel zentraler und verkehrsgünstiger gelegen als das Krankenhaus in Kröllwitz, und außerdem historisch sehr mit der Stadt verwachsen.

    #169858

    Eine Männerklinik?

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