Die Stadt und die Stiftungen: neue Dauerausstellung mit Stadtansichten

19. Januar 2016 | Vermischtes | Keine Kommentare

Am 21. Januar 2016 um 18.00 Uhr werden Prof. Dr. Thomas Müller-Bahlke, Direktor der Franckeschen Stiftungen und Dr. Hans Stula, Sammler und Stifter, eine neue Dauerausstellung im Francke-Wohnhaus mit dem Titel „Die Stadt und die Stiftungen“ eröffnen. Im neuen Ausstellungsraum des Francke-Kabinetts können die Museumsbesucher in Stadtansichten auf Porzellantassen, Tellern, Pfeifenköpfen und Grafiken aus dem 17.-19. Jh. nachverfolgen, wie die Industrialisierung Halles das Stadtbild so veränderte, dass die ehemals am Stadtrand gelegenen Franckeschen Stiftungen heute Teil des Stadtzentrums von Halle sind.

Der Sammler Dr. Hans Stula hatte den Franckeschen Stiftungen 2014 eine sehr wertvolle Sammlung hallischer Stadtansichten geschenkt. Die filigranen Porzellantassen, goldverzierten Teller, Tabletts und Löffel mit Ansichten der Stadt Halle müssen unbedingt öffentlich ausgestellt werden, waren sich die Fachleute in den Franckeschen Stiftungen einig. Dr. Claus Veltmann, Kustos des Historischen Waisenhauses, entwickelte gemeinsam mit dem Studio Neue Museen aus Halle den Ausstellungsraum im Francke-Kabinett, der die schönsten Stücke der Sammlung zeigen wird. Präsentiert werden Grafiken, die darstellen, wie die Franckeschen Stiftungen vom 17. bis zum späten 19. Jahrhundert jeweils in der Stadt Halle verankert waren. Sie dokumentieren den stetigen Wandel der wachsenden Stadt. Im 19. Jahrhundert wurde die Porzellanmalerei populär, deren eindrucksvollste Beispiele etwa aus der Königlichen Porzellanmanufaktur in Berlin, der Porzellan Manufactur in Gotha aber auch vieler derzeit noch unbekannter Hersteller in der exklusiven Schau zu sehen sein werden.

Biographie Dr. Hans Stula

Dr. Hans Stula wurde 1938 in Halle geboren und wohnt derzeit in Hannover. Nach dem Abitur an der Thomas-Müntzer-Oberschule studierte er Wirtschaftswissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Sein Studium beendete er an der Universität Göttingen und wurde dort 1969 zum Dr. rer. pol. promoviert. Nach einer mehrjährigen Tätigkeit in Großunternehmen begann er an einer Fachschule in Hannover über Kunst und Antiquitäten zu unterrichten. 1980 machte er sich als Sachverständiger für Kunst und Antiquitäten selbständig. Schon seit 1960 sammelt Dr. Stula „Hallensia“ (Bilder, Grafik, Silber, Ansichtsporzellan, Lettiner Porzellan, moderne hallische Künstler, Studentika, insbesondere Stamm- und Freundschaftsbücher).

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