Der lange Weg nach Kamtschatka: Radiofeature in den Franckeschen Stiftungen

7. März 2013 | Vermischtes | 2 Kommentare

Wo der Osten endet, am äußersten Rand Russlands, erhebt sich eine einzigartige Vulkanlandschaft aus der Tundra: Kamtschatka, eine Halbinsel aus Feuer und Eis.

Erforscht wurde die Gegend im 18. Jahrhundert vom Universalgelehrten Georg Wilhelm Steller. Zum Geburtstag des Arztes und Naturforschers ist das Radiofeature von Cornelia Klauß im Beisein der Autorin am Sonntag, 10. März 2013, 15 Uhr im Englischen Saal zu hören. Zu der Veranstaltung wird auch der Dresdner Maler und Ornithologe Ullrich Wannhoff anwesend sein, der heute, 250 Jahre später auf Stellers Spuren nach Sibirien reist.

Georg Wilhelm Steller, gebürtiger Franke, studierte Theologie in Wittenberg und kam als Informator am Halleschen Waisenhaus August Hermann Franckes, in Leipzig und Jena mit der Russlandforschung in Berührung. Auf abenteuerlichen Wegen zog es ihn in das Zarenreich. Von Petersburg aus ging er als Mitglied der Großen Nordischen Expedition (1733-1743) unter Vitus Bering nach Ostsibirien. Als einer der ersten Europäer beschrieb Steller das Leben der Ureinwohner Kamtschatkas, machte dort zahlreiche botanische Entdeckungen. Als einziger Wissenschaftler sah er die nach ihm benannte Stellersche Seekuh, die alsbald von Pelzjägern ausgerottet wurde.

Auch heute begeben sich immer wieder Deutsche auf seine Spuren. Etwa der Dresdner Maler und Ornithologe Ullrich Wannhoff und seine Begleiter. Sie erleben und erforschen eine menschenfeindliche Wildnis und erfahren – wie einstmals Steller -, dass in dieser unwirtlichen Gegend nur überleben kann, wer die Gesetze der Natur kennt und achtet.

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