Ausgeträumt: kein Hansetag 2019 in Halle

17. Juni 2013 | Vermischtes | 1 Kommentar

In Halle (Saale) wird im Jahr 2019 kein Hansetag stattfinden. Das entschieden die Oberbürgermeister der Hansestädte anlässlich des 33. Hansetages, der am Wochenende in Herford stattfand.

Die Fraktionen von CDU, SPD und FDP wollten, dass sich Halle um die Ausrichtung bewirbt. Dafür sollte die Stadt Mittel zurückstellen. Oberbürgermeister Bernd Wiegand hatte dagegen bemängelt, dass ein solches Fest eine zusätzliche freiwillige Aufgabe sei, die sich die Stadt wegen ihrer finanziellen Situation nicht leisten könne. Die Ratsfraktionen dagegen erwarten wirtschaftliche Vorteile durch internationale Besucher.

Am Mittwoch wird der Stadtrat den Widerspruch des Stadtoberhaupts gegen den Ratsbeschluss vom Mai zur Bewerbung um das Fest auf dem Tisch haben. Doch wie auch immer hier die Entscheidung ausfällt, die Hauptentscheidung ist bereits getroffen worden. Wegen der mangelnden Unterstützung durch die Stadtspitze hatte die Saalestadt keine Chance.

Halle hatte dem Hanse-Städtebund von etwa 1265 bis 1479 angehörte. Erzbischof Ernst von Magdeburg zwang die Saalestadt 1479 wieder zum Austritt aus dem Bund. 2001 trat Halle schließlich der „Neuen Hanse“ bei, seit 2008 gibt es verstärkte Aktivitäten.

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